Indirekte Anaphern in Texten: Studien zur domänengebundenen Referenz und Kohärenz im Deutschen

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Walter de Gruyter, Jan 1, 2000 - Language Arts & Disciplines - 184 pages
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In dieser Arbeit wird das textlinguistische Phänomen der indirekten Anaphorik (Assoziations- bzw. Kontiguitätsanaphorik) erstmalig systematisch in seinem Variantenreichtum als eine Form der kohärenzetablierenden Textreferenz beschrieben und analysiert. Vor dem Hintergrund der modernen Texttheorie wird gezeigt, daß indirekte Anaphern einen Typ der domänengebundenen Textreferenz (d.h. eine von im Vortext aktivierten Wissensrepräsentationen abhängige Verweisform) darstellen und als expliziter Ausdruck impliziter Kohärenzrelationen in Texten zu erklären sind. In Kapitel 1 wird der Stand der Forschung skizziert und gezeigt, daß relevante Aspekte des Phänomens noch nicht hinreichend berücksichtigt und erklärt worden sind. In Kapitel 2 wird ein prozedurales Rahmenmodell für die Behandlung von textueller Referenz vorgestellt. In Kapitel 3 erfolgt die Erörterung der kohärenzstiftenden Funktion indirekter Anaphern. Indirekte Anaphern haben zwei textuelle Referenzfunktionen: Dem Rezipienten signalisieren sie beim Aufbau des Textweltmodells sowohl Aktivierungs- als auch Re-Aktivierungsprozesse. Indirekte Anaphern werden daher in Kapitel 4 als >rhematische Thematisierungen
 

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Contents

0 Einleitung
1
02 Aufbau der Arbeit
2
1 Stand der Forschung
5
12 Indirekte Anaphern und Determinationssemantik
7
13 Psycholinguistische und psychologische Untersuchungen
10
14 Dynamische Semantik und Diskursrepräsentationen
12
15 Pragmatische Untersuchungen
14
16 Kognitive Grammatik und indirekte Anaphern
16
42 Referentielle Unterspezifikation und kognitive Präzisierung im Textweltmodell
80
43 Typen referentieller Unterspezifikation
84
Zur Systematik der Elaboration
88
rhematische Thematisierungen
91
Zu einer Klassifikation
98
51 Verankerung durch semantische Rollenzuweisung
99
Meronymiebasierte Typen
104
53 Schemabasierte Typen
111

Offene Fragen und ungelöste Probleme
17
2 Kohärenz Textverstehen und domänengebundene Referentialisierung
19
Theoretische Grundannahmen
20
22 Referentialität und Referentialisierung
22
23 Textkohärenz und Koreferenz
25
24 Repräsentationale Voraussetzungen des Textverstehens
31
25 Referentialisierung und die Konstruktion mentaler Modelle
39
ein Rahmenmodell
45
3 Indirekte Anaphern als textuelles Referenzphänomen
48
32 Direkte Anaphern
51
Aktivierungs und Reaktivierungsprozesse
65
4 Indirekte Anaphorik als ein Typ der referentiellen Unterspezifikation
78
54 Inferenzbasierte Typen
114
Zu einem anaphorischen Kontinuum
117
56 Kurze Erörterung von Sonderfällen
122
6 Zu einem einheitlichen Interpretationsmodell für direkte und indirekte Anaphern
133
62 Textstrukturelle Bedingungen für die Verfügbarkeit kognitiver Domänen
139
63 Die Interpretation direkter Anaphern
143
Zu einem einheitlichen Modell
156
Zusammenfassung und Ausblick
159
8 Literatur
163
9 Quellenverzeichnis
175
Copyright

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Common terms and phrases

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