Info kompakt - Zeitungsmeldungen zwischen Kürze und Objektivität

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GRIN Verlag, Feb 6, 2006 - Literary Criticism - 29 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: gut, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Veranstaltung: Der Sprachgebrauch in den Medien, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Seit den ersten regelmäßig erscheinenden Zeitungen zu Anfang des 17. Jahrhunderts hat sich viel verändert. Die Zeitung hat einen rasanten Aufstieg hinter sich. Sie ist heute unsere wichtigste Informationsquelle neben dem Fernsehen und dem Internet. „Presse“ sowie „Journalismus“ sind längst geflügelte Wörter für sämtliche Formen medialer Informationsvermittlung, unabhängig davon, ob sie nun tatsächlich gedruckt sind. Im Laufe der Zeit bildeten sich verschiedene Spezialressorts heraus, die heute von jeder Zeitung mehr oder weniger umfassend bedient werden. Neben unterhaltenden Inhalten wird über Politik und Gesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft, Kultur und Sport berichtet. Ebenso vielfältig wie die Themenbereiche sind die verschiedenen Textsorten, die sich in Zeitungen finden. Unterhaltsame Kolumnen und Glossen und kritische Kommentare sind da nur die Spitze des Eisberges. Hier wird schon deutlich, dass für die verschiedenen Textsorten verschiedene „Regeln“ für ihre Form und ihren Inhalt sowie die linguistische Ausgestaltung gelten müssen. Dass ein Reisebericht, wie ihn zum Beispiel die Süddeutsche Zeitung regelmäßig abdruckt, gekennzeichnet ist durch Roman-ähnliche Rahmenhandlungen und eine lebendige, von aktiven Verben, Adjektiven und wörtlicher Rede geprägte Sprache, ist kaum verwunderlich. Wenn man in Betracht zieht, dass der Leser, der sich entscheidet, den Bericht zu lesen, einen möglichst interessanten und informativen aber auch spannenden Text lesen möchte, ist es sogar einleuchtend. Genauso einleuchtend erscheint es, dass die politischen Meldungen der ersten Seiten nicht in dem satirischen Ton einer Glosse oder den komplexen Formulierungen eines Kommentars abgedruckt werden. Der Leser erwartet hier Informationen in für ihn möglichst ökonomischer Form. Das bedeutet in erster Linie die gute und schnelle Lesbarkeit, sowie Übersichtlichkeit des Textes und damit zügiges Verständnis der enthaltenen Information. Diese Qualitätskriterien sollen hier vorerst nicht als Oberflächlichkeit im Sinne eines anspruchslosen „Mc Journalismus“ verstanden werden. Die Frage ist nun naheliegend, wie verschiedene, gängige Tageszeitungen diesem Anspruch des Lesers in ihren Meldungen gerecht werden. Werden sie es überhaupt? Wie wird eine Meldung formuliert, um dem Leser ,alles Wichtige’ in wenigen Zeilen mitzuteilen? Interessant wird darüber hinaus die thematische Schwerpunktsetzung, die mit der knappen Formulierung durch den Redakteur einhergehen muss.
 

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Contents

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