Ingeborg Bachmanns "Undine geht" - Versuch einer neuen Sprache?

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GRIN Verlag, Sep 20, 2007 - Literary Criticism - 21 pages
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Seit den 80er Jahren wendet sich die Forschung verstärkt der modernen sprachlichen Komposition und der Thematisierung von Sprache im Text zu. Neben der Tatsache, dass sich die Reflexion von Sprache sozusagen als Problemkonstante durch das literarische Werk Bachmanns zieht, legt auch der Fakt, dass der Erzählband Das dreißigste Jahr der erste Versuch einer prosaischen Ausdrucksform der Schriftstellerin gewesen ist, eine sprachbezogene Analyse des Undine-Textes nahe. In diesem Zusammenhang will die vorliegende Arbeit der Frage nachgehen, inwieweit Undine geht als der Versuch Ingeborg Bachmanns interpretiert werden kann, eine – mit ihren Worten – „neue Sprache“ zu finden. Um dem nachzugehen, werden nach einer kurzen Einführung in das Werk und seine literarischen Wurzeln in einem ersten Schritt die für die Beantwortung der Frage notwendigen poetologischen Gedanken Bachmanns skizziert, um anschließend deren Problematisierung im Undine-Text zu untersuchen. Zum einen geht es auf der formalen Ebene um das Suchen und Finden einer neuen Textsprache – in der Art und Weise des monologischen Sprechens der Undine. Zum anderen geht es auf der inhaltlichen Ebene um die Thematisierung der Utopie einer neuen Sprache – im Reden Undines über Möglichkeiten und Grenzen von Sprache.

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