Inobhutnahme von Kindern nach § 42 SGB VIII und § 1666 BGB: Probate Hilfsmöglichkeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen oder unangemessener Eingriff in die familiäre Privatsphäre?

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GRIN Verlag, 2010 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Sozialpadagogik / Sozialarbeit, Note: 2,3, Hochschule Bremen, Veranstaltung: Kinder- und Jugendhilferecht/Familienrecht, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Sichtweise, dass es sich bei Inobhutnahmen meist um einen unangemesse-nen Eingriff in die Privatsphare von Familien handelt, ist weit verbreitet. Mit dieser Meinung geht vermutlich oft die Annahme einher, dass Kinder grundsatzlich bei ihren Eltern am besten aufgehoben seien da diese besser als alle anderen auf deren Bedurfnisse eingehen konnen. Es kommt jedoch immer wieder vor, dass Jugendamter in ihnen bereits bekannten Familien eine massive Kindeswohlge-fahrdung durch die Erziehungsberechtigten nicht erkannt und daher auch nicht in Form einer Inobhutnahme eingegriffen haben, was sich - nachdem es zu starken Misshandlungen und teilweise gar zum Tod der betroffenen Kinder kam - als fatale Fehlentscheidung erwies. Angesichts solch dramatischer Falle ist der o.a. Denk-ansatz zu hinterfragen. So vertreten andererseits viele die Meinung dass ein un-angemessenes Vertrauen in die Fahigkeiten der Eltern in der Kinder- und Jugend-hilfe vollig unangebracht sei und lieber zu fruh als zu spat eingegriffen werden soll-te, sobald es ausreichend Anzeichen gibt die dies rechtfertigen, im Hinblick darauf, dass die Sicherung des Kindeswohls absolute Prioritat hat. Daraus ergibt sich die Frage "Handelt es sich bei der Inobhutnahme nach 1666 BGB und 42 SGB VIII um eine probate Hilfsmoglichkeit zum Schutz von Kindern und Jugendlichen oder um einen unangemessenen Eingriff in die familiare Privatsphare?," welcher ich in dieser Hausarbeit nachgehen werde. Hierzu definiere ich zunachst den Begriff der "Inobhutnahme" und erlautere die wichtigsten Rahmenbedingungen und Vorraus-setzungen. Anschlieend gehe ich auf die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit der Inobhutnahme sowie auf Kritik an dieser Manahme ein.
 

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