Inszenierung Barcelona - Städtebauliche Entwicklung durch Großveranstaltungen

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GRIN Verlag, 2007 - 88 pages
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Diplomarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege, Note: 1,3, Technische Universitat Berlin, 67 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Durch die zunehmende Standortkonkurrenz versuchen Stadte weltweit sich mit einem modernen Stadtbild bemerkbar zu machen, sich internationalen Unternehmen anzupreisen und externe Investitionen anzulocken, in der Hoffnung trotz finanziell restriktiver Bedingungen neue Entwicklungen anzuschieben, Innovationen zu stimulieren und Wachstum erzeugen zu konnen. Doch im internationalen Standortwettbewerb sind die notwendigen stadtebaulichen Projekte aufgrund leerer Kassen nur schwer zu realisieren. Deshalb konkurrieren Stadte auch um Subventionen und mussen viel Phantasie entwickeln, um an die Zuschusstopfe, die von Bundes- und Landesregierungen fur verschiedene Zwecke angeboten werden, heranzukommen. In dieser okonomisch prekaren Situation scheint die Festivalisierungsstrategie als Erfolgskonzept, denn Grossveranstaltungen dienen zur Akquirierung externer und normalerweise unerreichbarer Fordermittel fur stadtebauliche Modernisierungsmassnahmen. Die Austragungsorte versprechen sich neben den unmittelbaren Wirkungen der Grossveranstaltung, wie Investitionsschub, Tourismussteigerung und Ausbau von Infrastruktureinrichtungen, auch Anstoss- und Ausstrahlungseffekte auf die Standortqualitat. Barcelona gilt als Paradebeispiel fur stadtebauliche Umwalzungen, die durch internationale Veranstaltungen ausgelost wurden. Die Stadt nutzte vier Grossveranstaltungen gezielt als Motor, um langgehegte Stadtentwicklungsplane in einem kurzen Zeitraum umzusetzen. So pragen die beiden Weltausstellungen 1888 sowie 1929, die Olympischen Spiele 1992 und das internationale Forum der Kulturen 2004 die Morphologie der Stadt. Vor diesem Hintergrund stellt das vorliegende Werk, am Beispiel der katalanischen Hauptstadt, den Zusammenhang von Grossveranstaltungen und der stadtebaulichen Entwicklung d
 

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Aguide Altstadt anlässlich der Großveranstaltung anlässlich der Olympischen Antoni Gaudí Architekten Architektur attraktive Ausstellungsarchitektur Ausstellungsgelände Austragungsorte Avinguda Barcelona 1992 Bearbeitung auf Grundlage beeindruckende Besucher Bewohner Bohigas Borngässer-Klein 1992 Cerdà Cerdà-Planes Ciutadella Diagonal Domènech Eduardo Mendoza Ehrenberg Eixample Erholungsflächen errichtet ersten Weltausstellung Exkurs zur Stadtbaugeschichte Forum der Kulturen Gausa Gebäude Glòries großen Grünflächen Hektar hohe Infrastruktur internationale Forum internationale Kulturveranstaltung Investitionen Investoren Jahren Jahrhunderts Josep katalanische Hauptstadt Katalonien Kolumbussäule konnte Kristallpalast Kruse Lluís Madrid Manuel/Cervello Marta/Pla Maurici Meer Meerseite Mendoza Meter modern architecture 1860 moderne Montaner Montjuïc Montjuïc-Gelände Nova Icària nutzte Olympia Olympischen Spiele 1992 Oriol Oriol Bohigas Parc Parkanlagen Passeig Pavillon Plaça Planungen Poble Nou Politik Prozent realisiert sollte soziale spanischen Sportstätten Stadt Barcelona Stadtbaugeschichte Stadtbaugeschichte von Barcelona städtebauliche Entwicklung Städtebauliche Maßnahmen anlässlich städtebaulichen Projekte Stadtentwicklungspläne Stadterweiterung städtischen Stadtregierung Szene Taipeh Technischen Universität Berlin Tibidabo Walter Siebel Welt Weltausstellung 1888 Weltausstellung 1929 Weltausstellung in Barcelona Zentralregierung zweiten Weltausstellung

Popular passages

Page 16 - ... Großmütter und meine Vettern und meine Kusinen und die Hausangestellten splitternackt zu sehen, wußte ich schließlich nicht mehr, wer Mann und wer Frau sei und welchem der beiden Geschlechter ich selbst mich zuzurechnen hätte. Das Wohnungsproblem war schrecklich; die astronomische Miete für das Logis verschlang den Löwenanteil der Familieneinkünfte. Einige anschauliche Zahlen mögen hier von Nutzen sein. Mitte des 19. Jahrhunderts betrug Barcelonas Fläche 427 Hektar. Zur selben Zeit...
Page 5 - Ereignisse den Deus ex Machina zu bieten. Sie helfen, Gelder zu mobilisieren und die Stadtmodernisierung durchzusetzen. Die Stadt mit dem Zuschlag für die Olympischen Spiele ist gleichsam der Vogel im Nest, der am weitesten den Hals aufsperren kann, wenn sich irgendwo eine öffentliche Hand mit Geld darin zeigt.
Page 6 - Projekte haben viele Vorteile gegenüber dem grauen Alltag des phantasielosen Verwaltens von Problemen, als das die Stadtpolitik heute vielfach erscheint. Sie demonstrieren Dynamik, setzen klare und neue Ziele, und sie machen außergewöhnliche Anstrengungen lohnend, denn der Zeitpunkt, an dem die Ernte eingefahren werden kann, liegt fest. Ein erfolgreiches großes Ereignis steigert nicht nur den Ruhm der Stadt, sondern auch den ihres Führungspersonals.
Page 7 - Olympia, und das Glück der Stadt ist gemacht. Wenn einmal der Entscheid gefallen ist, stelle sich alles von selbst ein - Geld, Ruhm, Unternehmergeist. Der Renaissance Manchesters würde nichts mehr im Wege stehen".
Page 50 - Stadt die Geschäftsmöglichkeiten zu verbessern und Wachstumschancen für die Unternehmen zu bekommen. Die realisierten Investitionen für die städtische Erneuerung kamen zu 43 Prozent aus privater Hand. Dazu ist noch der umfangreiche Beitrag großer Unternehmen zum Sponsoring der sportlichen Ereignisse zu rechnen
Page 60 - Auch wurde es möglich, Straßen zu beruhigen, „die Zahl der Parkplätze zu erhöhen, eigene Verkehrsspuren für Busse und Taxis einzurichten und in einigen Fällen alte Straßensysteme völlig neu zu gestalten, ua durch Fußgängerbereiche
Page 26 - Eiffelturm war, verriet er deutlich, „dass die Weltausstellungen in eine Krise geraten waren. Einst ins Leben gerufen, um die Völker durch ihre wirtschaftlichen Interessen miteinander zu verbinden, drohten sie nach 1900 in Veranstaltungen bloßer nationaler Repräsentationen auszuarten

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