Jahrbücher der Literatur, Volumes 67-68

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C. Gerold., 1834 - Books
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Popular passages

Page 67 - Kuhhorn entgegenschallt, aus gänzlichem Mangel an Hirten; diese Landschaften, die immer und ewig dasselbe Gesicht behalten, und unveränderlich mit Gras, Kühen, Canälen und Windmühlen abwechseln, vielleicht von allen Göttern und Göttinnen nur geliebt von der Himmelskönigin Juno, welche die Welt aus einem ökonomischen Gesichtspunkt betrachten muß, da sie nach Homer Kuhaugen hat.
Page 199 - übertreffen; zu Gott werdet ihr alle zurückkehren, und dann wird er »euch die Punkte aufklären, über welche sich eure Einsichten nicht haben »vereinigen können
Page 68 - ... Überheblichkeit aber auch direkten, unliterarischen Ausdruck im persönlichen Bekenntnis: „Gottlob, daß ich ein Deutscher bin. Nein, diese Holländer sind keine Deutsche mehr, sie haben aufgehört es zu sein, seit sie, aus unsern Urwäldern vertrieben, in diesem nassen Jammertal sich niederließen . . . Ihre Sprache ist versumpft und in Gurgellaute ausgeartet, ihr Geist ist nur der feuchte Niederschlag des deutschen mehr, beraubt des himmlischen Funkens der Begeisterung, bar und ledig der...
Page 52 - Buberei, deßgleich der Mü'nch und Pfaffen Schalkheit sollt gebessert werden. Aber so man zusieht, hat sich die Sach also geärgert (geschlimmert), daß die evangelischen Buben jene fromm machen.
Page 26 - Aueschließung der Frauen. Doch treu bezeugen ihre eignen Schreiber, Daß dieses Sal'sche Land in Deutschland liegt. Zwischen der Sala und der Elbe Strömen, Wo Karl der Große nach der Unterjochung, Der Sachsen, Franken angesiedelt ließ. Die, aus Geringschätzung der Deutschen Frau'n, Als die in unehrbaren Sitten lebten. Dort dieß Gesetz gestiftet, daß kein Weib Je Erbin sollte seyn im Sal'schen Land, Das, wie ich sagte, zwischen Elb' und Sala In Deutschland, heut zu Tage Meißen heißt.
Page 69 - Fliigeln am Horizont. In beiden lebt die Seele der Menschen und die Seele des Nordens ist, wie ihre See, wetterwendisch, ungestiim, sehnsiichtig, sich verlierend ins Unermessliche. Die Nordsee wird nie zum Mittelmeer und der Nordmensch nie ein Grieche trotz Winckelmann und Goethe.
Page 60 - Haltbarkeit gewebt wird, greifen wir zu dem alten, und flicken 5 es. Das paßt auf Vieles; vorläufig reden wir aber nur vom deutschen Styl, und meinen, daß unsere altehrbare Prosa zwar der Abstäubung bedarf, und eleganter und frischer auftreten kann, als hie und da geschieht, daß aber die springende kurzröckige Prosa, halb aus dem neuen Frankreich, halb aus dem praktischen England entlehnt, wie sie von den Heine, Borne u. A. neuerdings cultivirt wor- 10 den, unserm Sprachstamme eben so fremd...
Page 95 - Leidenschaft ausdrücke, als welche fremde Züge in die Schönheit mischen und die Einheit unterbrechen. Nach diesem Begriff soll die Schönheit sein, wie das vollkommenste Wasser aus dem Schooße der Quelle geschöpft, welches, je weniger Geschmack es hat, desto gesunder geachtet wird, weil es von allen fremden Theilen geläutert ist.
Page 18 - Concilium so halten, wie er es vor Gott und dem Kaiser verantworten könne (Ende August); uud indem sich die protestantischen Fürsten durch die Bündnisse von Torgau und Magdeburg (»2. Iuny) als politische Parte» befestigten. — Ja in eben diesem und dem künftigen Jahre be» gaun auch schon in England »die große Angelegenheit« Hein
Page 199 - Wahrheit abzugehen, welche dir entdeckt worden ist. Einem jeden Volke haben wir ein Gesetz gegeben und einen offenen Weg. Hätte es Gott beliebt, so hätte er aus euch, ihr Völker alle, Gin Volk gemacht; so aber hat er euch durch verschieden« Gesetze von einander unterschieden, um eines jeden Gehorsam gegen das ihm geoffenbarte Gesetz zu prüfen.

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