Jazz als poetologisches Prinzip im Roman: Exemplarische Untersuchung anhand des Romans "Invisible Man" von Ralph Ellison

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GRIN Verlag, 2009 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: keine, Universitat Hildesheim (Stiftung), Veranstaltung: Geschichte des Jazz, 28 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Theodor W. Adorno unterscheidet in seinen Schriften zur Musik zwischen Musik und Sprache. In seiner ontologischen Auffassung von Musik ist diese zwar sprachahnlich," Adorno weist jedoch auf einen wesentlichen Unterschied hin, wenn er behauptet: Sprache interpretieren heisst: Sprache verstehen; Musik interpretieren: Musik machen." Hieraus folgt jene Aporie, dass sich Musik mittels wissenschaftlich-analytischer Sprache nicht erschliessen lasst: Nur in der mimetischen Praxis erschliesst sich Musik; niemals aber in einer Betrachtung, die sie unabhangig von ihrem Vollzug deutet." Im Gegensatz zur Sprache, bildet die Musik kein System aus Zeichen." Daraus resultiert, dass jedes musikalische Phanomen zunachst nicht auf ein System, eine Realitat ausserhalb seiner selbst verweist, sondern immer schon uber sich hinaus. Nicht erst dann, wenn Einzelmomente wie das schwermutige Solo eines Bluesmusikers oder das wahnsinnige Tremolo des Free Jazz-Trompeters, symbolisch etwas ausdrucken, sondern vor allem, wenn sich uber partikulare Intentionen des Musikers und sinnliche Reize beim Horer hinaus der Zusammenhang eines Ganzen ergibt. Vor diesem Hintergrund, der die ontologische Aufgliederung zweier verschiedener Kunste festlegt, und speziell im Kontext von Jazzmusik, will die vorliegende Arbeit in der Literatur nach Momenten des Jazz suchen, die zum poetologischen Prinzip fur einen Text werden konnen, auch unmittelbar im Sprachmaterial; nach einer literarischen Richtschnur, die formal so verfahrt, als versuche sie sich mit Motiven, Narrationstrangen, rhetorischen Hilfsmitteln und mit der Sprache selbst musikalischen Ideen und Schemata des Jazz anzunahern; diese also mit den ihr zur Verfugung stehenden Mitteln zu adaptieren, den Text klingen zu lassen, als ware er Jazz
 

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