Jenseits von Gut und Böse? - Die Philosophie Friedrich Nietzsches in "Spieltrieb" von Juli Zeh

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GRIN Verlag, 2008 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,7, Heinrich-Heine-Universitat Dusseldorf (Germanistisches Seminar), Veranstaltung: Literaturtheorien in exemplarischen Beispielen, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Was, wenn die Urenkel der Nihilisten langst ausgezogen waren aus dem staubigen Devotionalienladen, den wir unsere Weltanschauung nennen?" fragt Juli Zeh in der Vorrede ihres kurz nach der Jahrtausendwende erschienenen Romans Spieltrieb"; was ware, wenn ihnen Bibel, Grundgesetz und Strafrecht nie mehr gegolten hatten als Anleitung und Regelbuch zu einem Gesellschaftsspiel?" . Ausgehend von diesem Gedankenexperiment entwirft Juli Zeh die Geschichte zweier abgeklarter Jugendlicher, Ada und Alev, welche ein ungeheuerliches" Spiel um ihren Deutschlehrer polnischer Herkunft, Smutek, herum, konstruieren. Die zahlreichen Verweise auf die Philosophie Nietzsches werden im weiteren Verlauf des Romans expliziter und sollen im Rahmen der vorliegenden Hausarbeit durch die Untersuchung relevanter Kapitel aus dem Zarathustra" herausgearbeitet werden. Hierbei stehen mehrere Leitfragen im Vordergrund. Zunachst soll geklart werden, inwieweit die Bezeichnung Urenkel der Nihilisten" auf Ada und Alev - und auf ihre Generation - zutrifft. Sind Ada, Alev und ihre Zeitgenossen tatsachlich in einem wertfreien Vakuum aufgewachsen, oder zeugt die Bezeichnung ihrer selbst als Urenkel der Nihilisten" vielmehr von dem Wunsch, kuhl, abgeklart und vollig rational zu erscheinen, um sich keine Blosse vor anderen zu geben? Weiterhin soll untersucht werden, ob die beiden - anfanglich eher labilen - Personlichkeiten Ada und Smutek sich im Verlauf der Erzahlung zu Charakteren mit mehr Eigenverantwortung und -initiative entwickeln und in welcher Relation Alev zu dieser Entwicklung steht. Friedrich Nietzsche lasst den Einsiedler Zarathustra in seinem gleichnamigen Werk nach einer langen Periode des einsamen Nachden"

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