Joachim Heinrich Campe: Robinson der Jüngere

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GRIN Verlag, 2008 - 44 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Padagogische Hochschule Freiburg im Breisgau, 9 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand, Abstract: Das Kinder- und Jugendbuch Robinson der Jungere, zur angenehmen und nutzlichen Unterhaltung fur Kinder von Joachim Heinrich Campe besteht aus zwei Teilen, die nacheinander 1779 und 1780 erstmals in Hamburg erschienen sind, und ist eines der ersten Werke der Kinder- und Jugendliteratur im westeuropaischen Raum, welche erst im ausgehenden 18. Jahrhundert zu entstehen begann. Ein Buch wie dieses hatte revolutionaren Charakter, war es doch vom Geist der Aufklarung sowie einem neuen Selbstbewusstsein des gerade entstandenen Burgertums gepragt, welches sich deutlich vom dekadenten Adel absetzen wollte. Campes Idee war es, ein Buch zu schaffen, das zum einen nicht nur der reinen Unterhaltung dient sondern auch erzieherischen Charakter hat und zum anderen eine doppelte Leserschaft anspricht, namlich sowohl den kindlichen als auch den erwachsenen Leser. Als Vertreter des Philanthropismus liess er deutlich philanthropische Erziehungsprinzipen in das Buch miteinfliessen, wobei er sich auch stark an seinem grossen Vorbild Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) orientierte, dessen Erziehungsroman Emile erstmals 1762 erschienen ist. Campes Buch erzielte in der Tat eine ubermassig breite Wirkung, und das im deutschen wie auch im ausserdeutschen Bereich. Der Erfolg des Kinderromans verwundert allerdings ein wenig, denn Campe ist nicht das, was man gemeinhin unter einem Original-Schriftsteller versteht. Die Figur und die spannenden Abenteuer Robinsons sind nicht seiner eigenen Fantasie entsprungen. Das Motiv und seine weltweite Beliebtheit haben schon zu einer Fulle von Bearbeitungen gefuhrt, die so immens ist, dass das Studium der sogenannten Robinsonaden fast eine Wissenschaft fur sich ist. Zweifellos kann Daniel Defoe als Urhe"
 

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