Joan Miró

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Parkstone International, 2011 - 81 pages
Joan Miró i Ferrá wuchs in Barcelona auf, wo zähe Unabhängigkeit und Kreativität Hand in Hand gehen. Im Jahr 1907 er schrieb sich in Kunstkurse an der Escuela de la Lonja, einer akademischen und auf spätere Berufstätigkeit ausgerichteten Schule für angewandte Kunst ein, an der zehn Jahre zuvor ein junger Mann namens Picasso die Lehrer beeindruckt hatte. Später, in Galís Akademie, traf Miró eine Reihe von Männern, die nicht nur ebenfalls Künstler, sondern enge Freunde werden sollten. Obwohl er als Surrealist galt, war Miró niemals ein Verfechter irgendeiner Schule oder irgendeines künstlerischen Stils. Mirós Bilder kombinierten verzerrte Perspektiven, schwere Pinselstriche und überraschende Farben. Er fand Wege, die stilisierte Zweidimensionalität der Zeit mit der Inspiration aus der katalanischen Volkskunst und romanischen Kirchenfresken zu verschmelzen. Joan Miró ging nach Paris und mietete ein Atelier direkt neben dem des Malers André Masson, der nur der erste einer ganzen Gemeinschaft von Künstlern war, die eine künstlerische und philosophische, Surrealismus genannte Bewegung bildeten. Diese Bewegung pries das Individuum und die Vorstellungskraft und negierte gleichzeitig Tradition, Rationalität und sogar den gesunden Menschenverstand. Obwohl er von den surrealistischen Künstlern beeinflusst wurde, schloss Miró sich ihnen niemals wirklich an. Seine ungekünstelte Originalität erweckte jedoch die Aufmerksamkeit und Bewunderung aller, so dass er schon bald der beliebteste Illustrator der Zeitschrift La révolution surréaliste war. Der Gegensatz zwischen Realismus und Fantasie prägt Mirós gesamte Laufbahn. Während er wie die anderen großen Surrealisten in die Höhen der Vorstellungskraft aufstieg, verlor er jedoch nie seine Verwurzelung in seiner frühesten katalanischen Identität. Er stellte dies sicher, indem er den Sommer nach wie vor in Montroig verbrachte und buchstäblich die mediterrane Landschaft nie aus den Augen verlor. Mirós Mythen profitieren vom Reichtum von Katalonien selbst: seinem Licht, seinem Boden, seinen bestellten Feldern, seinen Stränden sowie seinen Frauen und Vögeln für Rowell die am häufigsten wiederkehrenden Figurationen in seinem großen und vielfältigen Oeuvre.

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