Johann Peter Hebel "Unverhofftes Wiedersehen" - eine Analyse

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GRIN Verlag, 2010 - 24 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 1,0, Karlsruher Institut fur Technologie (KIT), Sprache: Deutsch, Abstract: Die vorliegende wissenschaftliche Ausarbeitung beschaftigt sich mit den Kalendergeschichten Johann Peter Hebels, dessen Werke wohl den bekanntesten Vertretern jener Gattung angehoren. Die kurzen, sprachlich recht einfach gehaltenen Prosaerzahlungen, deren Inhalte auf Ereignisse des einfachen Volkes basieren, gelten heutzutage immer noch als aktuell und zeigen beispielsweise im deutschen Schulunterricht regelmaige Prasenz. Zudem enthalt das Genre, durch den geringen Umfang der einzelnen Geschichten, der relativ leichten Zuganglichkeit und dem Unterhaltungswert, die bevorzugten Eigenschaften der meisten Leser, welche der abstrakten und umfangreicheren Literatur eher aus dem Weg gehen ( Knopf 1983, S.11). Die Betrachtung von Hebels Geschichte des "Unverhofften Wiedersehens" soll hierbei im Vordergrund stehen. Sie kann als eine Art Prototyp der Gattung "Kalendergeschichten" betrachtet werden und stellt zudem den meistgelesenen und bekanntesten Text dar ( Knopf 1983, S. 136). Der Text beruht auf einer realen Begebenheit, welche sich 1670 in Falun ereignete. Zu jener Zeit, wurde ein mit Eisenvitriol konservierter und somit jugendlich erhaltener Leichnam, von Bergarbeitern geborgen. Dieser wundersame Fund wurde in der Zeitschrift "Jason" 1809 veroffentlicht. Darin wurde zur literarischen Bearbeitung des Stoffes aufgefordert, wobei es somit anzunehmen ist, dass Hebel auf diesem Weg erstmals Kontakt mit der Handlung aufnahm. Die Vorlage enthielt bereits den Zusatz "Wiedersehen," aus dem Hebel wohl das "Unverhoffte Wiedersehen" konstruierte (Steiger 1998, S. 170). Besondere Aufmerksamkeit und Bewunderung erhalt die Geschichte aufgrund ihres raffinierten Erzahlstils, mit der Hebel die funfzig Jahre zwischen Verschwinden und Wiederkehr des Bergmanns, uber
 

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