Johann Philipp Palm, Buchhändler zu Nürnberg: Auf Napoleons Befehl hingerichtet zu Braunau, den 26sten August 1806. Ein Beitrag zur Geschichte des leztern Jahrzehnds ...

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Stein, 1814 - Germany - 170 pages
 

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Page 128 - Dank für Deine Liebe, tröste Dich mit Gott, und vergesse mich nicht. — Ich habe auf der Welt nun nichts mehr zu sagen; aber dort desto mehr. Lebe wohl, Du und Deine Kinder, Gott segne Dich, und sie. Empfehle mich dem Herrn und der Frau Schwägerin und allen Freunden, denen ich für ihre Güte und liebe danke. Nochmals lebe wohl. Dort sehen wir uns wieder! Dein herzlicher Gatte, und meiner Kinder Vater, Ioh. Phil. Palm. Braunau, im Gefängnisse am 26. Aug. 1806. Eine halbe Stunde vor meinem Ende/...
Page 95 - Rath, swenn ihn der König angenommen hätte,) die glücklichsten Wirkungen für ganz Europa würde hervorgebracht haben. Er handelte demnach im Kabinet als treuer, gewissenhafter und einsichtsvoller Rath seines Königs, dem Preußens und des sRömischen) Reichs Wolstand am Herzen lag.
Page 128 - Auf dies richtete man mich vom Leben zum Tod, ohne Defensor. Ich bat mir dazu — aus, welcher aber nicht erschien; indessen vor Gott wird er mir erscheinen.
Page 143 - Der Oberkommandant davon sprach zu mir im Heimziehen auf Deutsch: Dieser Mann war wohl recht standhaft. — Der Hauptmann aber, als er in sein Quartier zurückkam, schimpfte entsetzlich und sagte, er würde lieber quittiren, als noch einmal eine solche Exekution auf sich nehmen. Überhaupt...
Page 142 - Schritten. Da sank er auf das Angesicht zu Boden, und ächzete laut. Auf dieß wurden die nächsten unter den ersten stehenden 6 Soldaten zu feuern befehliget, die sich aber eben so zaghaft bezeugten. Darauf wurde er still. Ich wollte mich aber seines gewissen Todes versichern, und sprang...
Page 73 - Engländer sein Rum und Punsch theuer zu stehen kommen, wenn er ihn von seinem neuen Herrn in Frankreich sich muß zumessen lassen. Und wir Deutsche können, wenn erst Bon aparte für sich und sein Volk des Englischen Wohllebens genug hat, auch noch an den Ueberbleibseln Theil nehmen, die Franzosen sind ja unsere Nachbarn und Verbündete. Laßt aber die Eroberer der Meeresfreiheit mit Vertheilung der Englischen Reichthümer und Leckerbissen noch so sparsam seyn, so hat mich doch gestern meine Großmutter...
Page 71 - Erörterungen, die aber sämmtlich fruchtlos blieben. Alle Schritte des Oberkonsuls gaben zu erkennen, daß er nichts weniger als einen dauerhaften Frieden mit England wünsche. Schon glänzte an seinem Pole das Gestirn des Cäsars. Diesen neuen Stern wollte vielleicht mancher, der bei der Armee diente, nicht aufgehen sehen. Hier rieth die Klugheit, so lange der Kaiser noch im Entstehen war, Entfernung an. Dazu erbot sich die schicklichste Gelegenheit in der Kriegserklärung wider England. Diese...
Page 47 - Siege, sein ganzes Uebergewicht auf dem vesten Lande. Hätten die größten Höfe in Deutschland nur seit dem Luneviller Frieden ihr wechselseitiges Interesse einer nähern Verbindung aufgeopfert, und die Sicherheit des deutschen Staats durch unaufhörliche Spannungen dem Feind nicht selbst verrathen, so würde er weder die ihm gelungenen raschen Angriffe gewagt, noch seine Absichten so geschwinde erreicht und in dem erniedrigten Deutschland so vesten Fuß gefaßt haben.
Page 33 - Warheit versichert, daß Frankreichs Oberhaupt, als ihm in München über die unerhörten Drangsale, worunter der Bairische Einwohner seufze, die nachdrücklichsten Vorstellungen geschahen, mit kaltem Blut sagte: „Das haben meine Leute „nicht gethan. Es ist Krieg, man lasse mich in „Ruhe und störe mich nicht in meinem Plan.
Page 141 - Wahrheiten des Christenthumes, und so kamen wir auf dem Platze an, wo der gute Mann als ein Opfer fallen sollte, welcher gleich vor der Stadt, auf der sogenannten Glacis außer dem Salzburger Thore war. Hier erwartete uns das ganze...

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