Johann Wolfgang Goethe - Prometheus: Destruktion der Götterwelt und prometheische Feier des autonomen Individuums

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GRIN Verlag, 2011 - 36 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 3,0, Eberhard-Karls-Universitat Tubingen, Sprache: Deutsch, Abstract: "Es diente zum Zundkraut einer Explosion, welche die geheimsten Verhaltnisse wurdiger Manner aufdeckte und zur Sprache brachte..." kommentierte Johann Wolfgang Goethe ruckschauend im 15. Buch von "Dichtung und Wahrheit" die Wirkung der Hymne "Prometheus."1 Goethe selbst hielt sein dramatisches Fragment sogar lange Zeit unter Verschluss. Nachdem der Monolog zeitweise als verloren galt, tauchte er in Zeiten des Sturm und Drang uber Umwege wieder auf. Doch auch zu diesem Zeitpunkt hielt der Dichter, der angespannten politischen Lage wegen, eine Veroffentlichung nicht fur ratsam. Dazu schrieb Johann Wolfgang Goethe 1820 an Zelter: "Lasset ja das Manuskript nicht zu offenbar werden, damit es nicht im Druck erscheine. Es kame unserer revolutionaren Jugend als Evangelium recht willkommen [..]." Doch auch gerade der unmittelbar zu spurende antichristliche Charakter der Hymne hielt Goethe womoglich davon ab, einer Veroffentlichung unter seinem Namen zuzustimmen. So wurde der Monolog Prometheus, der in Verbindung mit dem Drama Prometheus. Dramatisches Fragment 1773 entstand, nur anonym veroffentlicht.2 Es scheint sich also zu lohnen, dieses Gedicht, das schon bei seiner ominosen Veroffentlichung 1784 fur Kontroversen sorgt, naher zu beleuchten und zu klaren, warum es einen so groen Tabubruch darstellte, so dass sich der Autor von seinem Stuck derart distanzierte. Es folgt demnach eine genaue Analyse des Gedichtes unter Berucksichtigung des Entstehungskontextes, des mythologischen Hintergrunds, des ideengeschichtlichen Aspektes und der Einordnung in die Ideenwelt des Sturm und Drang. Vorweg kann jedoch schon angemerkt werden, dass das Ergebnis dieser Arbeit keine konkrete, sich auf ihre Richtigkeit berufende These sein wird. Vielmehr steht die Betrachtung des Gedichtes als 'Gesamtkomplex' im Vordergrund, um es in s
 

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