John Coltrane und die afroamerikanische Oraltradition

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GRIN Verlag, Nov 27, 2005 - Music - 23 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2005 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 2,0, Universität Hamburg, 4 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: John Coltrane stammt aus North Carolina. Die amerikanischen Südstaaten sind nun von vornherein religiöser geprägt als die Nordstaaten; Coltrane im Besonderen wuchs in einem familiäre Umfeld auf, das diese ohnehin schon vorhandene Prägung um ein vieles vertiefte. Seine Großväter waren Reverends, wobei der eine stimmlich und rhetorisch sehr gut gewesen sein soll und den schwarzen Sermonstil perfekt beherrscht haben dürfte. Seine Eltern waren beide Prediger und ebenfalls musikalisch aktiv: Seine Mutter leitete den Gospelchor und begleitete selbigen am Piano, sein Vater war ein Amateurmusiker, der Violine spielte und Balladen sang. Coltranes Kindheit war also stark von afrochristlicher Musik und Religiösität geprägt. Gerhard Putschögl (1993) geht in seinem Buch „John Coltrane und die afroamerikanische Oraltradition“ davon aus, dass die vokalen religiösen Ausdrucksformen auch eine prägende Wirkung auf Coltranes musikalischen Konzepte, seiner Gestaltungsformen und seine Ausdruckscharakteristik hatten. Diese Ausarbeitung soll Putschögls Thesen und Ausführungen nun zunächst in möglichst kompakter Form wiedergeben. Sie beginnt mit einem Einblick in die afroamerikanische Musikästhetik, wo zunächst mit Hilfe jeweils einen Beispiels auf die zwei grundlegenden Sermonstile sowie die Kantillation eingegangen wird. Im Anschluss beleuchtet sie die einzelnen Schaffensperioden Coltranes und versucht anhand verschiedener Beispiele den Zusammenhang zwischen Coltranes Spiel und der afroamerikanischen Oraltradition heraus zustellen. Danach soll unter Einbeziehung anderer Quellen eine kurze Einschätzung von Putschögls Thesen formuliert werden.
 

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Contents

Einleitung
1
21 Sermonizing
2
22 Shouting
4
23 Kantillation
6
Schaffensperioden
8
32 Die Übergangsphase
9
33 Die modale Periode
15
34 Der Kantillationsstil
18
Zusammenfassung und Fazit
19
Literatur
21

Common terms and phrases

Abwärtsbewegungen Afroamerikanische Musikästhetik afroamerikanische Oraltradition afroamerikanischen Sermons afrochristliche Akkord Allgemeine Charakteristika Amazing Grace analysiert Putschögl Reverend Aretha Frankin Aretha Franklin B-Teils B.W. Smith Bebop Beispiel analysiert Putschögl calculated stutter chromatischen Coltrane und Jones Coltranes erste Coltranes musikalischen Coltranes Spiel Daniel Berger dynamische early ekstatische Stadium ersten Strophe fallende Feldaufnahme festgehalten Formulae Franklin Funktionsharmonische Anfänge Gamble gestalterische Glossalie glossolierenden Haltenoten Harmonische Progressionen Höhepunkt Impressions Improvisation Jazz Kantillation Kantillationsstil Klanglichkeit Klimax lange Haltetöne Laufton Laufton-stalling melismatische melodische metrische Miles Davis mittels Akkordbrechung mixolydische Skala modale Periode modalen Spielweise Musikwissenschaft Neveer Never to leave Oaaaaaaayeeah paraphrasierende Repetition Phrase Predigt Putschögl 1993 Putschögls Thesen repetitive rhythmischen Schaffensperioden schwarzen Oralkultur Sermonizing Sermonline Sermonstil shouting Skalen skalische solistischen Gospelgesang Song of Praise sowie Spannung Stay Steal steigender strukturell superlokrische Skala thematische Themenreprise tonlichen Struktur Tonraum typische Merkmale Übergangsphase Variation Variationsprinzip Verzögerung Vokale Vortrag eines afroamerikanischen Watch Them Dogs wieder Wort never Yeayeeaah Zeile zooning zunächst zweiten

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