Jorge Louis Borges: Die Darstellung der gespaltenen Identität durch das Motiv des Doppelgängers: Erinnerungsprozess, Nicht-Identität oder metaphysische Doppelung?

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Books on Demand, 2009 - 100 pages
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Zweifellos gilt der Argentinier Jorge Luis Borges (1899-1986) als einer der bekanntesten, wenn auch nicht gerade unumstrittensten Autoren und postmodernen Denker" unserer Zeit.Neben seiner umfangreichen T tigkeit als Autor von Kurzgeschichten, Gedichten, Essays, Zitatsammlungen und B cherkatalogen war er unter verschiedenen Pseudonymen in Zusammenarbeitmit seinem Freund Adolfo Bioy Casares Herausgeber von Leitf den wie etwa der Antolog a de la literatura fant stica." Borges war Professor f r englische Literatur an derUniversidad de Buenos Aires, er leitete viele Jahre die Nationalbibliothek in Buenos Aires undeine Zeit lang auch die Aufsicht auf dem zentralen Gefl gelmarkt der Stadt. Er besch ftigtesich umfassend mit der Weltliteratur und der Philosophie, etwa der Antike, skandinavischerSagen, des fernen Ostens auch mit der Kabbala und dem Buddhismus. Borges bersetzteWerke von Virginia Woolf, Walt Whitman Franz Kafkas Verwandlung u.a. ins Spanische. Inder Sekund rliteratur wird immer wieder auf die Universalit t seinesWerks hingewiesen, dasich Borges an viele gro e Themen heran wagte, wobei er sich eher mit philosophischen Konzeptenund der Wissenschaft und dem Medium der Literatur auseinander setzte als mit sozialpolitischemZeitgeist. Nicht nur in der Gattungsvielfalt sondern auch thematisch weist seinWerk Pluralit t auf. Insbesondere literaturtheoretische Konzepte wie Intertextualit t, Sprachskepsis, Historie, Mythos und Erz hlverfahren werden in seinen Erz hlungen thematisiertund reflektiert. In dieser Vielfalt gibt es zudem zentrale immer wiederkehrende Motiveund Themen, wie die T uschung, die Erinnerung, die Bibliothek oder das Labyrinth. Borgesgreift diese miteinander verwobenen Themenkreise wiederkehrend auf, nahezu wie besessen, wobei ihm die T uschung des Lesers sowie die Erkenntnis ber die anzuzweifelnde Wahrnehmungvon Realit t von zentraler Bedeutung sind. In der Forschung wird seinem zeitlosenWerk deshalb neben der Universalit t auch

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