Kadmus, oder Allgemeine alphabetik vom physikalischen: physiologischen und graphischen standpunkt

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F. Du̲mmler., 1862 - Phonetic alphabet - 287 pages
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Popular passages

Page 221 - Sprache (1791) heißt es auf s. 330 — 31, anm.: "in Paris schien es mir, als wenn wenigstens der vierte theil der einwohner schnarrte, nicht weil sie das rechte r nicht aussprechen können, sondern weil man eine annehmlichkeit darein gesetzt hat und es einmal zur mode geworden ist; und diese mode kann nicht wie andere moden aufhören, denn ganze familien haben das zungen-r längst verlernet, und das schnarren wird sich bei ihnen auf kindeskinder fortpflanzen.
Page 250 - Denn unsere gegenwärtig übliche Orthographie mit allen ihren Mängeln und Fehlern ist durch jahrhundertelange Verjährung ein allgemeingiltiger Besitz des Volkes geworden, ein Gebrauch, ein Usus. Und solchen durch lange Verjährung allgemein giltig gewordenen Usus muss auch der Grammatiker respectieren. Er darf ihn nicht nach Willkür gewaltsam und plötzlich ändern, aber — er darf ihn kritisieren, und die Kritik wird ihm zeigen, nie weit sein Recht, und wie weit seine Macht reicht: denn das...
Page 254 - Vollständiger Leitfaden einer rationellen, ebensoleicht erlernbaren, wie sicher auszuführenden Stenographie oder Kurzschrift, für Schulen u. zum Selbstunterricht. Nebst einer in Briefen abgefassten Darlegung der nothwendigen Principien zur Erreichung eines SchriftIdeals oder des eigentlichsten schriftlichen Aequivalents der Sprache, auf Grund einer von A. v. Humboldt gewürdigten, diese Principien und die aus ihnen hervorgegangene Stenographie betreffenden Abhandlung.
Page 190 - Er scheint zu dieser naturgemäfsen Anordnung nur durch eine scharfsinnige Betrachtung und richtige Würdigung der Bewegungen der Zunge und der Lippen geführt worden zu sein.
Page 183 - Vorhandensein eines bestimmten tönenden Körpers geschlossen wird. In der unmittelbaren Empfindung werden allerdings die einzelnen vorhandenen einfachen Töne bei gehörig angespannter Aufmerksamkeit immer von einander getrennt, während sie in der Vorstellung zusammenfliessen in den sinnlichen Eindruck, den der Ton eines bestimmten tönenden Körpers auf unser Ohr macht...
Page 184 - Allgemeinen dahin beantwortet wird, dass die musikalische Klangfarbe nur abhängt von der Anwesenheit und Stärke der Nebentöne, die in dem Klange enthalten sind, nicht von ihren Phasenunterschieden.
Page 265 - Dabei aber' (nämlich bei Erfindung: eines phonetischen Alphabets) , müssen die, Buclistabenzeichen womöglich so erwählt und gestellt werden, dass man erstens an die gegenseitigen Verwandtschaften der bezeichneten Laute und zweitens an ihre Unterschiede leicht erinnert wird Was die Verwandtschaften betrifft, so sind sie doppelter Art. Entweder beruhen sie auf der Gemeinschaft der sie hervorbringenden Organe, oder sie bestehen, bei Verschiedenheit der Organe, in der Aohnlichkeit ihrer sprach-mechanischen...
Page 183 - Anschaunng der Körperlichkeit eines betrachteten Gegenstandes auf der Verschmelzung zweier verschiedener Bilder desselben in beiden Augen beruhe. Ich habe deshalb auch früher schon vorgeschlagen, die ganze zusammengesetzte Empfindung, wie sie die von einem einzelnen tönenden Körper ausgehende Luftbewegung erregt, mit dem Namen Klang zu bezeichnen, den Namen des Tons aber zu beschränken auf die einfache Empfindung, wie sie durch eine einfache pendelartige Luftbewegung hervorgebracht wird.
Page 103 - Abel, 1805, \ vol. in-8°, fig. 7H9. Physiologie der menschlichen Tonbildung nach den neuesten Forschungen gemeinfasslich dargestellt. Ein praktisches Handbuch zur Ausbildung der Stimme und Sprache aller Menschen von Franz Eyrel.
Page 144 - Anwendung auf das letztere vorführen. Wir übergehen daher die Definitionen von Ton und Laut, von Vocal und Consonant, und andere physiologische Erklärungen, soweit wir nicht gelegentlich darauf hinzuweisen haben. A. Das Vocalsystem. Es giebt drei Grundvocale, wie es drei Grundfarben giebt. Sie liegen ebensowenig wie die Farben in einer geraden Linie, sondern lassen sich nur unter der Form eines Dreiecks richtig darstellen, an dessen Spitze a, an dessen Grundfläche i und u stehen. Alle übrigen...

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