Kadmus, oder Allgemeine alphabetik vom physikalischen: physiologischen und graphischen standpunkt

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F. Du̲mmler., 1862 - Alphabet - 287 pages
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Popular passages

Page 144 - Grundvoeale, wie es drei Grundfarben giebt. Sie liegen ebensowenig wie die Farben in einer geraden Linie , sondern lassen sich nur unter der Form eines Dreiecks richtig darstellen, an dessen Spitze a, an dessen Grundfläche i und u stehen. Alle übrigen Vocale liegen zwischen diesen dreien, wie alle Farben aus der Mischung von roth, gelb und blau entstehen. In den ältesten Sprachen traten nur diese drei Grundvoeale hinreichend deutlich hervor, um auch als kurze Vocale in der Schrift besonders bezeichnet...
Page 183 - Anschaunng der Körperlichkeit eines betrachteten Gegenstandes auf der Verschmelzung zweier verschiedener Bilder desselben in beiden Augen beruhe. Ich habe deshalb auch früher schon vorgeschlagen, die ganze zusammengesetzte Empfindung, wie sie die von einem einzelnen tönenden Körper ausgehende Luftbewegung erregt, mit dem Namen Klang zu bezeichnen, den Namen des Tons aber zu beschränken auf die einfache Empfindung, wie sie durch eine einfache pendelartige Luftbewegung hervorgebracht wird. Die...
Page 250 - Denn unsere gegenwärtig übliche Orthographie mit allen ihren Mängeln und Fehlern ist durch jahrhundertelange Verjährung ein allgemeingiltiger Besitz des Volkes geworden, ein Gebrauch, ein Usus. Und solchen durch lange Verjährung allgemein giltig gewordenen Usus muss auch der Grammatiker respectieren. Er darf ihn nicht nach Willkür gewaltsam und plötzlich ändern, aber — er darf ihn kritisieren, und die Kritik wird ihm zeigen, nie weit sein Recht, und wie weit seine Macht reicht: denn das...
Page 190 - Er scheint zu dieser naturgemäfsen Anordnung nur durch eine scharfsinnige Betrachtung und richtige Würdigung der Bewegungen der Zunge und der Lippen geführt worden zu sein.
Page 183 - Vorhandensein eines bestimmten tönenden Körpers geschlossen wird. In der unmittelbaren Empfindung werden allerdings die einzelnen vorhandenen einfachen Töne bei gehörig angespannter Aufmerksamkeit immer von einander getrennt, während sie in der Vorstellung zusammenfliessen in den sinnlichen Eindruck, den der Ton eines bestimmten tönenden Körpers auf unser Ohr macht...
Page 103 - Abel, 1805, \ vol. in-8°, fig. 7H9. Physiologie der menschlichen Tonbildung nach den neuesten Forschungen gemeinfasslich dargestellt. Ein praktisches Handbuch zur Ausbildung der Stimme und Sprache aller Menschen von Franz Eyrel.
Page 183 - Empfindung mehrerer einfacher Töne zusammengesetzt. Lässt man Alles, was Seebeck in dem Streite mit Ohm behauptet hat, vom Klange gelten, und |was Ohm behauptet hat, vom Tone, so sind beide ausgezeichnete Akustiker mit ihren Behauptungen im Rechte, und beide Behauptungen können ungestört neben einander bestehen.
Page 191 - Modificationen der entsprechenden tönenden. Im Jahre 1824 erschien in Gilbert's Annalen das System von Chladni36). Seine so berühmt gewordene Vocaltafel ist nur eine Erweiterung der von du Bois zwölf Jahre früher aufgestellten, ja eine ähnliche Erweiterung war bereits von du Bois selbst besprochen worden *7).
Page 177 - Si vocales secundura scalara naturalem . . successive pronuncientur, etiam ordo susurrorum cum ordine tonorum in scala musica mire concordabit, ita ut u respondeat tono gravissimo, a medio. i acntissimo: u, o, ä, a, ä, e, i.

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