Kaiser Diokletian und die Tetrarchie: Der Versuch einer Reichsreform

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GRIN Verlag, May 30, 2008 - History - 19 pages
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Diese wissenschaftliche Arbeit innerhalb des Proseminars ,,Das Zeitalter Konstantins des Großen I.’’ soll die Thematik des römischen Kaisers Diokletian und der Tetrarchie komplex darstellen und dem Leser veranschaulichen, wie Diokletians Wege zur Macht waren, welche geschichtlichen Umstände ihn zur Einführung der Tetrarchie bewegten und letztendlich die Viererherrschaft an sich untersuchen. Im Bezug auf die Hauptperson des Seminars, Konstantin des Großen, spielt Diokletian nicht nur eine wichtige Rolle, weil er den Vater Konstantins, Constantius Chlorus, als seinen Nachfolger auserwählte, sondern auch viele Reformen verabschiedete, die später ein fester Bestandteil der Regierungspolitik wurden. Dies lässt sich darauf zurückführen, da die Probleme der diokletianischen Zeit, denen der Regierung Konstantins, stark ähnelten. Als Einstieg beginnt diese Arbeit mit dem Zeitalter der Soldatenkaiser und der mit diesen verknüpften Krise des dritten Jahrhunderts, danach wird die Machtergreifung Diokletians und die von ihm wichtigsten verabschiedeten Reformen behandelt. Der Kern dieser Arbeit stellt in den letzten Kapiteln die Untersuchung der Tetrarchie und ihrer Ausformung an Hand von Quellen in Hinblick auf die Fragestellung ob durch die Einführung der Tetrarchie die Probleme des dritten Jahrhunderts bekämpft werden konnten dar. Die Quellenlange zu diesem Thema ist sehr schwierig, da es nur bruchstückhafte Überlieferungen gibt, welche hauptsächlich von der Gruppe der Epitomatoren Aurelius Viktor und Eutrop aus dem vierten Jahrhundert stammen. Als Kernliteratur dienten unter anderem die Veröffentlichungen von Frank Kolb ,,Diocletian und die erste Tetrarchie’’ und William Seston ,,Verfall des römischen Reiches im Westen’’. Die behandelten Quellen wurden größtenteils aus der Quellensammlung von Walter Arend ,,Geschichte in Quellen: Das Altertum’’ entnommen. Nach Theodor Mommsen, deutscher Philologe des 19. Jahrhunderts, der sich insbesondere mit der römischen Geschichte befasste, beginnt die Ära der Soldatenkaiser mit Maximinus Thrax, welcher nach literarischer Überlieferung Sohn eines thrakischen Hirten und selbst Kavallerist war. Aus seinem Namen C. Iulius Verus Maximinus lässt sich schließen, dass er oder seine Familie schon vor der Constitutio Antoniniana das römische Bürgerrecht besaß und sein Aufstieg aus den einfachsten Verhältnissen erst später dazugedichtet wurde .
 

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