Kaiser Friedrich III und der Mailberger Bund: Racheakt oder Machtergreifungsversuch

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GRIN Verlag, May 9, 2005 - History - 18 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2, Universität Regensburg (Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte), Veranstaltung: Proseminar, 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Grundlage für die Entstehung des Mailberger Bundes bildete das Testament Albrechts II., der 1439 in Ungarn verstarb. Albrecht hatte vor seiner Abreise nach Ungarn einen Ständeausschuss bestimmt, der sich um die Verwaltung des Landes kümmern sollte. Nach dessen Tod versammelten sich die Stände, um auf einem Landtag die weitere Verwaltung des Landes zu regeln. Laut dem Testament Albrechts1 sollte der oberste Fürst Österreichs mit der Königinwitwe und von den Ländern gewählten Räten als Verweser des Landes agieren und, falls die Königin einen Sohn bekommen sollte, die Vormundschaft für ihn übernehmen. Nun wurde Friedrich III. eingesetzt, sich als Verweser und Vormund um die Belange Österreichs zu kümmern, wie auch um den Jungen Ladislaus2. Albrechts Witwe jedoch verstieß gegen das Testament ihres Mannes, als sie statt Friedrich seinen Bruder Herzog Albrecht IV. mit der Vormundschaft betraute3. Als Antwort darauf berief Friedrich einen Landtag zu Wien ein, bei welchem die Gesandten der Königin und seines Bruders nicht vorgelassen wurden. Auch der Hubmeister Albrechts, Ulrich Eyczinger, musste aufgrund des Vorwurfs, er würde in seine eigene Tasche arbeiten, sein Amt niederlegen. In der Zwischenzeit war Ladislaus zum König von Ungarn gekrönt worden, Wladislav von Polen wurde jedoch zum Gegenkönig bestimmt und begann mit Thronkämpfen, die der Königin finanziell schwer zu schaffen machten. Um die Verteidigung einiger Gebiete Westungarns gewährleisten zu können, musste sie zuerst Schmuck an Ulrich Eyczinger verpfänden und später Friedrich um Hilfe bitten, der ihr für die Vormundschaft über Ladislaus ein Darlehen von 5000 ungarischen Goldgulden gewährte4. Als nun endgültiger Vormund hatte er jedoch auch mit anderen Problemen zu kämpfen. Die Kriegsführung Albrechts hatte Unsummen verschlungen und die Gläubiger wollten ihr Geld zurück. Etliche Kleinkriege unter Adeligen und Raubzüge von ehemaligen Söldnerführern mussten bewältigt und geschlichtet werden. [...] 1 Im Anhang: Auszug aus Karl Gutkas Artikel: Der Mailberger Bund von 1451, 1. Teil, Hauptpunkte des Testaments, Seiten 52- 53. 2 Siehe Anhang, erster Punkt des Testaments. 3 In: Karl Gutkas: Geschichte des Landes Niederösterreich, Seite 119. 4 In: Max Vanesca: Geschichte Nieder- und Oberösterreichs, Seite 292- 293; Gutkas: Mailberger Bund, Seite 56.
 

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