Kaiser Ludwig der Fromme und der Krieg seiner Söhne - Die Bruderfehde von 840-843 um die Einheit des Karlsreiches

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GRIN Verlag, 2007 - 28 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 2,1, Ruprecht-Karls-Universitat Heidelberg (Historisches Seminar, Mittlere Geschichte), Veranstaltung: Proseminar: Kaiser Ludwig der Fromme, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Karl der Grosse bereitete durch seine Expansionspolitik im ausgehenden achten und anbrechenden neunten Jahrhundert den Weg dorthin und stellte seinem Sohn Ludwig dem Frommen ein frankisches Grossreich schlusselfertig" samt Kaiserwurde zur Verfugung. Es sollte sich als kein leichtes Erbe erweisen, dennoch trachtete Ludwig danach die Gewalt uber das Reich zu bundeln, indem er seinen altesten Sohn Lothar zum Mitkaiser kronte. Schon bald aber schienen sich erste Vorboten der Krise anzukundigen, als politische Interessengruppen im Reich das traditionelle frankische Teilungsrecht beschnitten glaubten und den Kaiser zu fatalen Kompromissen drangten, die wiederum Neulinge in der Herrschaftsordnung begunstigten und damit Neid und Argwohn bei den ubrigen Sohnen Ludwigs aufkommen liessen. Der hier beleuchtete Bruderkrieg fusst entscheidend auf den Entwicklungen unter Ludwig dem Frommen, wenn man ihn nicht sogar als logische Folge bezeichnen muss. Wechselnde Allianzen und die Demutigung der einheitsstiftenden Kaiserwurde zogen sich auch durch die Kriegsjahre wie ein roter Faden und waren zwangslaufig Wegbereiter fur die neue Herrschaftsordnung im Teilungsvertrag von Verdun 843. Den Stein, den die sechste Generation der Karolinger ins Rollen brachte, konnte von ihnen nicht mehr zum Erliegen gebracht werden und sein Lauf trieb die Auflosung des Karlsreichs in den kommenden Generationen immer weiter voran.Die Hauptwerke, die dieser Arbeit zugrunde liegen, sind die alten aber immer noch aktuellen Werke von Dummler und Schwartz mit ihren hilfreichen Quellenverweisen und das Standardwerk von Schieffer, das einen guten Uberblick uber die gesamte Ereignisgeschichte bot. Ein"
 

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Page 10 - ... Christianum periurium sua cupiditate effecerit, quoties idem ipse hoc, quod patri fratribusque iuraverat .frustraverit, quoties post patris obitum fratres suos exhereditare atque delere temptasset, quota homicidia, adulteria, incendia omnigenaque facinora universalis ecclesia sua nefandissima perpessa sit, insuper autem neque scientiam gubernandi rem publicam illum habere nec quoddam vestigium bone voluntatis in sua gubernatione quemlibet invenire posse ferebant.
Page 13 - ... Unterteilung des Mittelreichs. Ludwig II., der schon 844 zum König der Langobarden und 850 zum Kaiser gekrönte älteste Sohn, wurde auf Italien begrenzt; der jüngste Sohn Karl erhielt die Provence und einen Teil Burgunds, Lothar II. schließlich den übrigen Bereich zwischen Burgund und der Nordsee. Der weitere Zerfall setzte also gerade dort ein, wo der Einheitsgedanke sein Fundament haben sollte, in der ehemals reichstragenden Mitte.
Page 7 - S. 568, der sich freilich stark ausdrückt wenn er sagt: in qua pugna ita Francorum vires attenuatae sunt ac famosa virtus infirmata, ut non modo ad amplificandos regni terminos, verum etiam nec ad proprios tuendos in posterum sufficerent.

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