Kallimachos und Philetas - Autoritäten und Vorbilder für Properz. Zum dichterischen Selbstverständnis im Carmen III,1

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GRIN Verlag, 2007 - 40 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Klassische Philologie - Latinistik - Literatur, Note: 2,0, Humboldt-Universitat zu Berlin (Institut fur Klassische Philologie), Veranstaltung: Hauptseminar: Properz, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand, Abstract: Bei der vorliegenden Interpretation propertianischer Dichtung geht es um die Frage, in welche literarische Tradition Properz sich selbst einordnet und welche Vorbilder er ausdrucklich hervorhebt. So lassen sich Schlussfolgerungen fur sein dichterisches Selbstverstandnis ableiten, die fur jede weitere Analyse hilfreich sind. Wertvolle Hinweise finden sich vor allem in den jeweiligen Anfangsgedichten der vier Bucher des Gesamtwerks. Beispielhaft werden hier anhand des Carmen III, 1 literaturgeschichtliche Zusammenhange deutlich gemacht: Callimachi Manes steht kraftvoll und ostentativ am Beginn des dritten Gedichtbuches, und das ist mehr als die geistreiche Variation eines literarischen Topos, namlich des Musenanrufs, es ist ein dichterisches Bekenntnis. An exponierter Stelle beruft sich der romische Dichter hier auf die hellenistischen Dichter Kallimachos und Philetas, zwei beruhmte Vertreter der alexandrinischen Dichtung. Im Verlauf der Untersuchung wird nachgewiesen, dass der antike Begriff der literarischen "imitatio" nicht wie heute negativ belegt ist, sondern dass fur einen antiken Romer der Ruckgriff auf beruhmte Vorbilder und Autoritaten im Gegenteil ein Qualitatsmerkmal darstellte. Gleichwohl zeigt sich bei der Analyse des Textes, dass Properz bei allem literarischen Traditionsbewusstsein deutlich auch seine eigenstandige Leistung und die Neuartigkeit seiner Dichtung hervorhebt - und dies zu recht."
 

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Page 4 - S. Kap. 2 der Considerations und zur Rolle des Heeres beim Untergang Roms Kap. 18, besonders S. 160-162 der deutschen Ausgabe von L. Schuckert (Ch. de Montesquieu. Betrachtungen über die Ursachen von Größe und Niedergang der Römer. Mit den Randbemerkungen Friedrichs des Großen, Bremen 1958). 4 S. Hahlweg, Heeresreform der Oranier, bes. 27 f.; vgl. auch bei K. Frischler, Wunderwaffen - Vom Steinbeil zum Laserstrahl. 5000 Jahre Jagd nach der absoluten Macht, Köln oJ, 105-141, die Behandlung der...
Page 11 - In the case of Philitas, however, the practice of Latin elegy would seem to require that when >Coan...
Page 4 - Sulla, ein hitziger Mensch, riß die Römer mit Gewalt zur Freiheit. Augustus, ein schlauer Tyrann, führte sie sachte zur Knechtschaft...
Page 6 - daß er von Möglichkeiten zur Gegenwehr, die er in seiner Eigenschaft als Dichter hat [...], jetzt Gebrauch machen wird...«12 - wenn auch zunächst nicht mit dem gewünschten Erfolg.

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