Kampfplätze der Philosophie: grosse Kontroversen von Augustin bis Voltaire

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Klostermann, 2008 - Kontroverse - 362 pages
Viele Menschen, schreibt Kurt Flasch, darunter auch einige Philosophen, stellen sich Philosophie als ruhige Weisheit oberhalb aller Parteiungen vor. Die Philosophie, meinen sie, das seien die grossen, gleichbleibenden Themen: Die Wahrheit und das gute Leben, Gott und Mensch, das Einzelne und das Allgemeine. Dieses Buch ladt zu einer anderen Betrachtung ein: Es geht nicht von Begriffen oder Systemen aus, sondern zeigt die Philosophie als eine Serie von Konflikten. Kurt Flasch analysiert die gut dokumentierten, grossen Kontroversen im christlichen Mittelalter, die Auseinandersetzung Erasmus-Luther und die Streitfragen, die der friedliebende Leibniz mit John Locke und Pierre Bayle auszutragen hatte. Der Band schliesst mit der Kritik Voltaires an Pascal. Das Buch verzichtet auf die Illusionen von Vollstandigkeit oder zielgerichtetem Verlauf. Es beleuchtet durch diese neue Betrachtungsweise den Geschichtsraum zwischen Augustin und Voltaire. Es illustriert den alteuropaischen Begriff von Philosophie. Es berichtet von Wendepunkten, die uber die weitere Entwicklung entschieden haben. Es handelt von Wahrheitskampfen, die die kulturellen Konflikte ihrer Zeit auf den Begriff gebracht haben. Es beweist den agonalen Charakter der Philosophie. In einundzwanzig Kapiteln kommen zu Wort: Augustinus, Julian von Aeclanum, Karl der Grosse, Berengar von Tours, Gaunilo, Anselm von Canterbury, Abalard, Averroes, Al-Gazali, Albert der Grosse, Wilhelm von Ockham, Meister Eckhart, Nikolaus von Kues, Johannes Wenck, Erasmus, Luther, Francesco Patrizi, Leibniz, John Locke, Pierre Bayle, Pascal, Voltaire.

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