Kann man dem Optimismus der high reliability organization-Autoren folgen?

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GRIN Verlag, Jul 4, 2008 - Business & Economics - 19 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich BWL - Personal und Organisation, Note: 1,7, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg (Institut für Personalökonomie), Veranstaltung: Seminar, 19 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung Die Arbeit mancher Organisationen ist dadurch gekennzeichnet, dass sie entweder mit hoch riskanten Technologien arbeiten müssen, oder dass ihr Arbeitsumfeld äußerst gefährlich ist. Das trifft auf die Arbeit in Kernkraftwerken oder Chemiekonzernen zu, aber auch Flugsicherungsunternehmen, Flugzeugträger, Feuerwehren oder die Polizei sind besonderen Gefahren ausgesetzt. Unfälle müssen deshalb ausge-schlossen werden. Vor allem bei Kernkraftwerken oder Chemiekonzernen haben Unfälle katastrophale Folgen für Mensch und Umwelt und dennoch wird immer wie-der von Vorfällen in Atomkraftwerken oder von Tankerunglücken in den Medien berichtet. Nichtsdestotrotz scheint es Organisationen zu geben, die seit langer Zeit unfallfrei arbeiten. Diese scheinen den Sprung von „hoch riskanten“ Organisationen zu „hoch verlässlichen“ Organisationen geschafft zu haben. Trotz erschwerter Be-dingungen wie enormem Zeitdruck oder die Nutzung komplexer Technologien, fal-len sie durch ein besonders hohes Maß an Zuverlässigkeit auf, weshalb sie als high reliability organizations (HROs) bezeichnet werden. Diese besonderen Organisatio-nen sind ein zentraler Bestand und häufiger Untersuchungsgegenstand in der Krisen-forschung geworden. Aus Sicht der Vertreter der HRO-Forschung sind Unfälle durch gewisse Organisationsstrukturen, die gut gemanagt werden, vermeidbar. Die dazu durchgeführten Fallstudien bestätigen diese These. Es scheint Mechanismen zu ge-ben, die ein unfallfreies Arbeiten mit riskanten Technologien oder in einer gefährli-chen Umgebung ermöglichen. Die Liste der Merkmale ist lang und variiert je nach Organisation. Doch einige Merkmale tauchen immer wieder auf. Diese sollen im Verlauf der Arbeit dargestellt werden. Nach einer kritischen Auseinandersetzung mit der HRO-Forschung, soll die Frage geklärt werden, ob diese Merkmale Unfälle wirklich ausschließen und ob wirklich von „hoch verlässlichen“ Organisationen gesprochen werden kann bzw. ob die Ver-treter der HRO-Forschung eine zu optimistische Sicht verfolgen.
 

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