Karl IV. - Vorreiter eines modernen Diplomaten?

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GRIN Verlag, Jan 7, 2004 - History - 13 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Länder - Mittelalter, Frühe Neuzeit, Note: 2, Technische Universität Chemnitz (Mittelalter), Sprache: Deutsch, Abstract: „Etwas Herrliches hast du ausgerichtet, großer Kaiser, mit deinem so lange Jahre hindurch verschobenen Kommen nach Italien und deinem eiligen Weggang! Du bringst schließlich die eiserne Krone und die goldene Krone heim, dazu noch den unfruchtbaren Namen der Kaiserherrschaft. Kaiser der Römer wirst du dich nennen lassen, der du nur König von Böhmen allein bist.“1, urteilte Petrarca, zeitgenössischer Dichter und Literat, über Karl IV kurz nach seiner Kaiserkrönung 1355 in Rom. Was trieb Petrarca und andere Zeitgenossen zu so scharfer Kritik gegenüber Karl IV.? Karl IV. war triumphal nach Rom gezogen, um sich dort die Kaiserkrone der Römer zu holen. Im Unterschied aber zu seinen Vorgängern gelang ihm der Weg an die Macht nicht mit Eroberung und Unterwerfung. Karl IV. beschritt einen anderen Weg, einen Weg ohne Blut und Eisen. Mit scharfem Verstand und gesundem Realismus beeindruckte er durch Diplomatie und friedliche Verhandlungen. Er war kein König des Mittelalters, sondern eher ein „Kaufmann auf dem Thron“2. Was unterschied ihn von den anderen Kaisern des römischen Reiches im Mittelalter? Was zeichnete ihn aus, dass er heute als einer der bedeutendsten Herrscher des 14.Jahrhunderts gesehen wird? Ist Karl IV. ein Vorreiter der modernen Diplomatie? Dieser Frage gelten meine Überlegungen. Ich werde zunächst die Person Karl IV. betrachten. Wer war er? Was unterscheidet ihn von anderen Herrschercharkteren des Mittelalters? Wie sah sein Verhältnis zur Kirche, zum politischen Umfeld aus? Danach werde ich auf den Romzug eingehen. Warum kam es dazu? Wie vollzog er sich? In Folge betrachte ich die Kaiserkrönung Karl IV. und kläre die Reaktion darauf. Mit der Person Karl IV. haben sich eine ganze Reihe von Historikern und Soziologen, aber auch Zeitgenossen beschäftigt. An erster Stelle steht jedoch Karl IV. selbst mit seiner Autobiographie „Vita caroli quarti“, die das Leben des Herrscher bis zu seiner Krönung zum deutschen König in lateinischer Sprache erzählt. Francesco Petrarca, ein Zeitgenosse Karl IV., widmete sich ebenfalls Karls Leben in mehreren Briefen und persönlichen Zeugnissen. Der wohl bekannteste Biograph Karl IV. unserer Zeit ist Ferdinand Seibt. [...] 1 Heintze, Horst (Hrsg.): Petrarca Francesco. Dichtung und Prosa, Berlin 1968, S. 351. 2 Seibt, Ferdinand: Kaiser Karl VI.. Staatsmann und Mäzen, München 1978, S. 76.
 

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I
1
II
2
III
3
IV
9
V
12
VI
13

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