Ketzerverfolgungen im Mittelalter am Beispiel des Ketzerprozesses in Sens 1140 gegen Peter Abaelard

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GRIN Verlag, 2008 - 52 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Geschichte Europa - and. Lander - Mittelalter, Fruhe Neuzeit, Note: 1,3, Rheinisch-Westfalische Technische Hochschule Aachen (Historisches Institut), Veranstaltung: Lebensbilder und Lebensformen im Mittelalter, 23 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Im Rahmen dieser Arbeit soll, anhand des Beispiels des wohl bekanntesten Theologenprozesses des 12. Jahrhunderts" in Sens 1141 gegen Peter Abaelard, der Versuch unternommen werden, die Vorgehensweise gegen vermeintliche Haretiker des Mittelalters darzustellen. Dabei muss aber im Vorfeld erklart werden, dass es sich ausschliesslich um Theologen- bzw. Ketzerprozesse des 12. Jahrhunderts handeln wird. Begrundet liegt diese Abgrenzung darin, dass sich nicht nur das Ketzertum in der Zeit vom 11. zum 12. Jahrhundert stark verandert hat, sondern auch die Prozesse gegen Ketzer. Ketzer des 11. Jahrhunderts debattierten nur in geschlossenen Kreisen und versuchten durch Weltflucht ihre strenge Lebenshaltung zu verwirklichen." Sie waren darum bemuht uber stille Missionsarbeit" Anhanger zu gewinnen. Die Ketzer des 12. Jahrhunderts waren dagegen we-sentlich offensiver in ihrem Vorgehen. Sie traten mit ihren Uberzeugungen nach Aussen, versuchten durch aggressive Predigten und der zum Teil verbreiteten Bereitschaft zu physischer Gewalt die Kirche zu erreichen und somit zu Reformen zu bewegen. Uberdies muss unterschieden werden zwischen dem volkstumlichen Ketzertum," das heisst einem Ketzertum, das uberwiegend aus Laien bestand, und der Haresie der Gebildeten. Ist in dieser Arbeit also die Rede von dem Ketzertum, so handelt es sich ausschliesslich um das Ketzertum der Gebildeten des 12. Jahrhunderts. Um ein recht deutliches Bild uber die Ketzerprozesse des 12. Jahrhunderts zeichnen zu konnen, wird der Prozess gegen Peter Abaelard in Sens 1141 dargelegt werden. Dabei wird der Hauptteil der Arbeit in zwei Abschnitte unterteilt. Im ersten Abschnitt sollen die
 

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Einleitung
3
Das kanonistische Verfahren gegen Abaelard
9
Fazit
18
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