Kinder- und Jugendbücher über Afrika und Afrikaner - eine literaturwissenschaftliche und -didaktische Analyse im Hinblick auf interkulturelle Erziehungsaspekte

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GRIN Verlag, 2007 - Africa - 122 pages
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Examensarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1,0, Universitat Paderborn, 78 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Gegenstand dieser literaturwissenschaftlichen und -didaktischen Untersuchung sind ausgewahlte Kinder- und Jugendbucher uber Afrika und Afrikaner. Der Schwerpunkt liegt auf der literaturwissenschaftlichen Analyse der gewahlten Bucher im Hinblick auf interkulturelle Erziehungsaspekte. Ziel ist herauszustellen, welchen Beitrag die Texte zur Interkulturellen Erziehung leisten konnen. Im Anschluss an diese einleitenden Bemerkungen steht im zweiten Kapitel die Thematik Interkulturelle Erziehung im Mittelpunkt der Betrachtung, die als notige Reaktion auf die gesellschaftliche Gegenwart und Zukunft von dauerhafter Relevanz sein sollte. Zunachst werden Merkmale und Probleme der heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit dargestellt, aus denen sich die Notwendigkeit interkultureller Konzepte ergeben hat. Weiterfuhrend soll hervorgehoben werden, wie wichtig es ist, Afrika und Afrikaner zum Thema Interkultureller Erziehung zu machen, die im Mittelpunkt der spateren literaturwissenschaftlichen Analyse der ausgewahlten Kinder- und Jugendbucher stehen. Zunachst wird das Afrikabild vieler Europaer betrachtet. Anschliessend soll in einem historischen Ruckblick uber die Entwicklung des europaischen Afrikabildes deutlich werden, wie Vorurteile gegenuber Afrikanern entstanden sind und zum Teil bis heute wirken. Im weiteren Verlauf werden Grundlagen und Ziele Interkultureller Erziehung herausgearbeitet, wofur zunachst Grundzuge aus der erziehungswissenschaftlichen Diskussion vorgestellt werden. In der vorliegenden Arbeit sind Kinder und Jugendliche die Zielgruppe fur interkulturelle Erziehungsarbeit, denen kulturelle Vielfalt tagtaglich in der Schule begegnet. Aus diesem Grund interessieren weiter die Forderungen aus Kultusministerempfehlungen, Richtlinien und Lehrplanen bezuglich Interkultureller Erziehung. Vor de
 

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Contents

83
3
Analyse und Interpretation ausgewählter Kinder
28
Vergleichende Zusammenfassung der Analyse
92
Schlusskapitel
98
Copyright

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Common terms and phrases

Popular passages

Page 16 - Fremdem wahr- und ernst nehmen; - das Anderssein der anderen respektieren; - den eigenen Standpunkt reflektieren, kritisch prüfen und Verständnis für andere Standpunkte entwickeln; - Konsens über gemeinsame Grundlagen für das Zusammenleben in einer Gesellschaft bzw. in einem Staat finden; - Konflikte, die aufgrund unterschiedlicher ethnischer, kultureller und religiöser Zugehörigkeit entstehen, friedlich austragen und durch gemeinsam vereinbarte Regeln beilegen können.
Page 12 - Kritisiert wurde unter anderem: - der sonderpädagogische Anspruch einer speziellen Pädagogik (nur) für Ausländer - beziehungsweise Migrantenkinder, die die Arbeit mit deutschen Schülerinnen und Schülern nicht in ihre Konzepte einbezog, obwohl sich deren Lebenswelt in Schule und Nachbarschaft nach dem Zuzug ausländischer Familien ebenfalls maßgeblich verändert hatte; - der einseitige kompensatorische Ansatz der Ausländerpädagogik, der ausländische Eltern und ihre Kinder als...
Page 15 - Schülerinnen und Schüler sollen: - sich ihrer jeweiligen kulturellen Sozialisation und Lebenszusammenhänge bewusst werden; - über andere Kulturen Kenntnisse erwerben; - Neugier, Offenheit und Verständnis für andere kulturelle Prägungen entwickeln; - anderen kulturellen Lebensformen und -Orientierungen begegnen und sich mit ihnen auseinandersetzen und dabei Ängste eingestehen und Spannungen aushalten; - Vorurteile gegenüber Fremden und...
Page 24 - Befremdende" in uns und um uns zur Sprache bringt und solcherart kommunizierbar macht.92 Vielmehr sind „nur wenige literarische Texte von außergewöhnlicher ästhetischer Qualität" in der Lage, das 'Fremde' differenziert darzustellen, und gerade die Kinder- und Jugendliteratur habe seit dem 19. Jahrhundert Bilder des Anderen konstruiert, „die alles andere als vorbildlich für den Umgang mit dem Fremden sind."93 Ebenso spricht Dahrendorf lediglich von einer Chance der Literatur, Vorurteile abzubauen.
Page 75 - Was meint er damit? Nach Afrika will ich fahren, ja. Aber nicht, weil dieser Bauer das sagt. Weil ich dort meine Oma besuchen will. Und danach werde ich nach Deutschland zurückkommen. Hierher, wo ich geboren bin, in mein Land.
Page 77 - Wunsch mehr. lch glaube, ich weiß jetzt, was die Leute meinen, wenn sie sagen: Sie sind glücklich. Dann möchte man, dass sich nichts mehr verändert. Alles soll so bleiben. [...] Aba in meiner Nähe. Aba mit ihrer dunklen Samthaut und ihren Funkelaugen. (S. 79) Auch Flo findet Aba „so süß
Page 105 - Kultusministerium des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.): Richtlinien und Lehrpläne für die Realschule in Nordrhein Westfalen: Deutsch.
Page 3 - Menschen, mit denen sie Kontakt haben, und von immer größerer Verschiedenheit der Lebensformen, die sie alltäglich erfahren, und sie kommen früher damit in Berührung.

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