Kinder und Werbung

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GRIN Verlag, Jul 18, 2003 - Psychology - 32 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Psychologie - Arbeit, Betrieb, Organisation und Wirtschaft, Note: 1,7, Universität Trier (Fachbereich Psychologie), Veranstaltung: Werbe- und Konsumentenpsychologie, Sprache: Deutsch, Abstract: Das Thema Werbung ist in den letzten Jahren immer kontroverser diskutiert worden. Auf der einen Seite stehen dabei Eltern, Pädagogen und Lehrer, die in der Werbung eine immer stärkere Manipulation sehen, während die Industrie, die Medien und die Werbebranche mit ihren Kreativen und Designern die Notwendigkeit bzw. die künstlerischen Elemente der Werbung hervorheben und ihren Wert für die Kultur betonen. Leider gilt dabei für beide Seiten, daß der verwendete Werbewirkungsbegriff die Marketingorientierung und so die ökonomischen Konsequenzen in den Vordergrund stellt (wie z.B. die Erzeugung von Konsumwünschen oder Markenbewußtsein). Wir möchten uns in dieser Arbeit zuerst diesen ökonomischen Bereichen der Werbung widmen, bevor wir die ganzheitliche Wirkung der Werbung kritisch diskutieren, mit dem Versuch, Wirkungsmodelle auf implizite Weise durch sozialpsychologische und ethische Aspekte zu ergänzen. Gerade Kinder sind noch keine „autonomen“ Verbraucher, sondern befinden sich noch in der Entwicklung . Eine Vielzahl kognitiver Strategien, die notwendig sind, Werbung als solche zu erkennen oder sich kritisch mir ihr auseinanderzusetzen, stehen für sie noch nicht zur Verfügung. Dies sind die Gründe, weshalb die Werbung gerade in diesem Bereich einer Vielzahl von Beschränkungen ausgesetzt ist. Allerdings hat die Werbebranche Mittel und Wege gefunden, diese Beschränkungen zu umgehen. Bei dem Phänomen Werbung handelt es sich nicht mehr um einen klar abgrenzbaren Bereich, vielmehr ist es ihr gelungen sich als Trendsetter innerhalb der Kultur zu etablieren. Aus vielen Bereichen des Lebens ist sie nicht mehr wegzudenken und somit wachsen die heutigen Kinder in einer „Werbeumwelt“ auf. Die noch häufig anzutreffende „Verteufelung“ der Werbung erscheint uns deswegen sinnlos. Sie greift zu kurz und kann nicht dazu beitragen, das Phänomen Werbung zu erklären oder transparenter und somit verständlicher zu machen. Es gilt, den Werbewirkungsbegriff neu zu definieren und so zu fassen, daß es die sozialen Implikationen einschließt. Desweiteren ist es nötig, den verantwortlichen Erziehern und Pädagogen Mittel an die Hand zu geben, damit sie wertvolle Aufklärungsarbeit leisten können, um den Kindern eine kritische Betrachtung dieser „Scheinwelt“ zu ermöglichen und sie somit zu den autonomen Verbrauchern zu erziehen, die von der Werbung letztlich profitieren können.
 

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