Kinderleben — Aufwachsen zwischen Familie, Freunden und Institutionen: Band 2: Aufwachsen zwischen Freunden und Institutionen

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Christian Alt
VS Verlag für Sozialwissenschaften, Apr 28, 2005 - Social Science - 344 pages
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Christian Alt Das Kinderpanel Einfiihrung Aussagen tiber die Lebensumstande von Kindem in Familien zu machen hieB lange Zeit, die Perspektive der Eltem einzunehmen und die familiare Situation der Kinder als ein vom elterlichen Verhalten bedingtes Phanomen wahrzunehmen. So wurde ausfuhrlich beschrieben, welche Konsequenzen Kinder fur die innerfamilia Ie Arbeitsteilung haben, welche Kosten durch Kinder entstehen, welche Formen der Betreuung innerhalb und auBerhalb der Familie zur Verfugung stehen und welche Aufgaben die Eltem im Laufe der Entwicklung der Kinder zu bewaltigen haben. Eltem, Mtitter wie Vater, wurden aufgefordert, ihre soziale Kompetenz zu erh6hen, wenn im Zeitalter der Individualisierung gefordert wird, dass die Familie jedem die M6g1ichkeit geben solI, sich nach seinen M6g1ichkeiten frei zu entfalten (Bundesministerium fur Familie und Senioren 1994). Demgegentiber wurde die Perspektive der Kinder in aller Regel in der Soziolo gie nicht berucksichtigt (vgl. Nauck 1993a; Bertram 1993; Wilk 1994; AltIBender 1998). Die Individualisierung der Lebensfuhrung von Familien hat aber Konse quenzen fur alle Mitglieder der Familie, also auch fur die Kinder. Dies zeigt sich u.a. an den 6konomischen Bedingungen der Familie, aber auch an der Realisierung von neuen Familienformen. In diesem Zusammenhang sei nur erinnert an Stieffa milien, an Adoptionsfamilien oder andere Formen der multiplen Eltemschaft. Hier sind Kinder in gleicher Art und Weise "Betroffene" wie die Eltem, aber zuneh mend auch aktive Gestalter ihrer Lebensverhaltnisse.

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About the author (2005)

Dr. Christian Alt ist Leiter des Projekts Kinderpanel am Deutschen Jugendinstitut, München.

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