Kinderliteratur - "Sonntagskind" von Gudrun Mebs

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GRIN Verlag, Aug 11, 2004 - Literary Criticism - 21 pages
In dem Werk „Sonntagskind“ von Gudrun Mebs werden verschiedene Themen, wie zB. der Alltag in einem Kinderheim, das Verhältnis von Heimkindern zueinander, das Verhältnis von Erziehern in Heimen zu den Heimkindern, Neid (s. Andrea), Vorurteile (s. Karli), der Wandel des Heimlebens, etc. angesprochen. Ich möchte dieses Buch auf die Einfachheit in der Kinder- und Jugendliteratur untersuchen. Ich werde mich hierbei auf den Wandel des Heimlebens beschränken. Bei diesem Punkt werde ich verschiedene Stationen, nämlich die einzelnen Sonntage aufgreifen und diese analysieren. „Plötzlich sehe ich die Wohnung richtig vor mir: Lauter goldene Sessel stehen herum und ein goldenes Sofa, ganz aus Samt, und Tische aus Glas, mit Silberfüßen dran, und auf den Tischen stehen Riesenschachteln Pralinen und Riesenschüsseln mit Paprikachips, und einen Kamin hat ́s, und darin brennt ein echtes Feuer, und vor dem Kamin liegt ein Eisbärfell, mit einem richtigen Kopf dran, wie lebendig sieht der aus, und im Maul, da hat er ... da hat er ... einen goldenen Apfel. Ja! [...] Groß ist sie und ganz schlank, und sie hat einen Pelzmantel an, so einen teuren, weichen, und lange rote Locken hat sie und ... sie hat ... sie hat gelbe Augen! [...] Sie hat ja gar keine gelben Augen, blaue hat sie [...] So blaue, wie Vergissmeinnicht!“1 Das kleine Mädchen hat bestimmte Vorstellungen von ihrer Sonntagsmutter und ihrer Wohnung. Sie lässt, zusammen mit ihrer Freundin Andrea, ihrer Fantasie freien Lauf. Als jedoch ihre Sonntagsmutter sie das erste Mal im Heim abholt, entspricht diese keineswegs den Vorstellungen des kleinen Mädchens. Wieso wächst dem kleinen Mädchen ihre Sonntagsmutter dennoch so stark ans Herz, obwohl sich ihre Vorstellungen mit der Realität in keinem Fall decken?

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