Kindheitskonzepte in der Literatur des hohen und späten Mittelalters

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GRIN Verlag, 2009 - 88 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Altere Deutsche Literatur, Mediavistik, Note: 2,75, Christian-Albrechts-Universitat Kiel, 45 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Folgende Magisterarbeit ist ein Versuch, herauszuarbeiten, ob die von Aries vertretenen Thesen auch unter Berucksichtigung von volkssprachlicher Literatur des hohen und spaten Mittelalters haltbar sind oder ob sich anhand der vorliegenden Texte vielleicht ein anderes Bild fur das Kindheitsverstandnis dieser Epoche zeigt. Interessant ist zu betrachten, welche Schlussfolgerungen - im Sinne einer historischen Anthropologie - man aus den Texten fur das Kindheitsverstandnis dieser Zeit ziehen kann. Um die Thesen von Aries zu uberprufen, sollen in der vorliegenden Magisterarbeit Kindheitsgeschichten in der deutschen Literatur des hohen und spaten Mittelalters untersucht werden. Als Untersuchungsgegenstande dienen drei fiktive Texte und eine padagogische Schrift des Mittelalters. Im Einzelnen sind dies: Das Alexanderlied des Pfaffen Lamprecht'3 in der Strassburger Fassung, das Heldenepos Kudrun'4, das hofische Versepos Parzival'5 von Wolfram von Eschenbach und eine Ubersetzung des zweiten Buches des Furstenspiegels De regimine principum' des Priesters und Philosophen Aegidius Romanus mit dem Titel Von der Sorge der Eltern fur die Erziehung ihrer Kinder'6. Dabei konnen die Texte nur exemplarisch verstanden werden. Im Rahmen eines epischen und eines padiatrischen Kindheitsdiskurses soll betrachtet werden, ob und wie Kindheit und Kindlichkeit in Texten des hohen und spaten Mittelalters von den einzelnen Autoren thematisiert werden. Die Arbeit ist wie folgt aufgebaut: Um eine theoretische Grundlage zu geben, wird zunachst kurz der Begriff Kindheit erlautert und naher definiert. Danach werden die Thesen von Aries im Einzelnen genauer vorgestellt, und anschliessend wird das so genannte hero pattern dargelegt, das laut Uwe und Gunhild Porksen als literarisches Mu

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