Kleider-, Namens- und Identitätswechsel in Grimmelshausens "Der abenteuerliche Simplicissimus"

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GRIN Verlag, 2007 - 56 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,3, Friedrich-Schiller-Universitat Jena, 11 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Der Identitatsbegriff ist ein zentraler im gesamten simplicianischen Zyklus Hans Jacob Christoph von Grimmelshausens. "Alle diese Romane sind Lebenslaufe und als solche als individuelle Bekehrungsgeschichten angelegt."1 In seinem bekanntesten Werk Der abenteuerliche Simplicissimus" wird die Geschichte des Simplicius Simplicissimus erzahlt, der zeitlebens versucht, sich selbst und Gott zu finden.2 Dabei durchlauft er zahlreiche Stationen: In der grausamen und gottlosen Zeit des Dreissigjahrigen Kriegs fuhrt er zum Beispiel ein Leben als Einsiedler im Wald, Narr, Jager, Soldat, Dieb, Weltmann und Pilger, um zuletzt den Kreislauf seines Lebens wieder als Einsiedler auf einer einsamen Insel zu beschliessen. Diese Stationen im Leben des Helden verkorpern seine innere Sehnsucht nach der Erfullung der Lehren, die ihm sein Vater mit auf den Weg gegeben hat: [...] sich selbst erkennen, bose Gesellschaft meiden, und bestandig verbleiben [...] (49)." Diese Grundsatze spielen eine zentrale Rolle im gesamten Lebenslauf des Simplicius. Alle drei sind schwer zu befolgen und machen das Leben des Simplicius Simplicissimus zu einem standigen Kampf. Die individuelle Erfahrung, dargestellt aus der Perspektive eines Ich, ist [jedoch] die Vorrausetzung der Fahigkeit zu distanzierender Betrachtung und Selbstfindung."3 Folglich ist es notwendig, dass der Held, bevor er sich und Gott finden kann, seine Erfahrungen mit der Welt machen muss. Im Folgenden soll nun der Begriff Identitat in Zusammenhang mit Simplicius' Entwicklung geklart werden. Hierbei spielen die Identitatswechsel, die meist mit Namens- und Kleiderwechseln verbunden sind, eine wichtige Roll
 

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