Klopstocks Werke: Messias

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bey Georg Joachim Göschen., 1813 - German poetry
 

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Page 76 - Sturmes, Stiegen die erstgebornen der Seele, die' wahrsten Gedanken Auf zu Gott. So sah mein Auge sie, starrt' in die Nacht hin. Mit der Linken berührt' ich die Erde, mein Grab; und die Rechte ^ Hub ich gegen den Himmel empor.
Page 215 - Ich fleh" um keinen Lohn ; ich bin schon belohnt, Durch Engelfreuden, wenn ich dich sang! Der ganzen Seele Bewegung Bis hin in die Tiefen ihrer ersten Kraft...
Page 124 - Hier verstummte der Vater der Menschen. Die Heiligen sahn ihn, Als ob er unter ihnen noch Einmal vom Tod' erwachte, Da er wieder begann : Zuletzt, wie die Stimme des Vaters Zu dem Sohn, wie der Jubel Nachhall, scholl von dem Throne Diese Stimme: Komm, Abbadona, zu deinem Erbarmer! Adam verstummte von neuem. Da ihm die Sprache zurückkam , Da er mit feuriggeflügelten Worten zu reden vermochte, Sagt...
Page 214 - Mittlers, der Allbarmherzige war in der vollen Gottesliebe verklärt! Der Sohn des Vaters, des Bundes Stifter, er, der erwürgt von dem Anbeginne der Welt ist, Den noch Alle kennen, dem Alle danken noch werden, Aller Freudenthränen noch weinen, siehe, das Opfer Für die Sünde der Welt, der Getödtete war, der Erstandne, Jesus, der Mittler, der Allbarmherzige war in der vollen Gottesliebe verklärt!
Page 215 - Erlöser. Ich hofft' es zu dir! und ich habe gesungen, Versöhner Gottes, des Neuen Bundes Gesang! Durchlaufen bin ich die furchtbare Laufbahn; Und du hast mir mein Straucheln verziehn! Beginn den ersten Harfenlaut, Heißer, geflügelter, ewiger Dank! Beginn, beginn, mir strömet das Herz! Und ich weine vor Wonne! Ich fleh' um keinen Lohn; ich bin schon belohnt Durch Engelfreuden, wenn ich dich fang!
Page 89 - Wenn mir etwas, wie Wahrheit, begegnete, schaut' ich ihm richtend, Und langforschend ins Antlitz ; und spät erst wagt' ich zu sagen: Das ist Wahrheit! Und wenn ich in jener Irre des Wissens Spuren, wo Gott einst wandelte, sah; so betet' ich laut an: Das ist heiliges Land!
Page 111 - Geh nun, du fülltest dein Ohr mit der süßen Unsterblichkeit Schalle ! Geh, du hast sie erlangt; doch die nicht, welche du träumtest!
Page 124 - Unsterblichen kam in des Seraphs Geberde! So hat keiner von uns an der Auferstehungen Tage Über dem Staube gestanden, wie Abbadona daherging. Abdiel konnte nicht mehr aushalten des kommenden Anblick, Schwung sich durch die Gerechten hervor; mit verbreiteten Armen Jauchzet' er laut durch den Himmel. Die Wange glüht' ihm; die Krone Klang um sein Haupt; er zittert' auf Abbadona herunter, Und umarmt
Page 142 - Zeugniß zu Gott bringt, Aber deren, Auge den Auferstandnen nicht sahe, Werden auch die Schmach und den Hohn der Christusleugner Dulden, den Dolch, so vom Blute nicht rauchet, und dennoch tödtet! Werden glauben, und schaun! Gott gehet unter den Menschen Seinen verborgenen Weg mit stillem Wandeln; doch endlich, Wenn er dem Ziele sich naht, mit dem Donnergang der Entscheidung! Also sagt...
Page 120 - Thränen dich anschaun, Die, seit der Erde Geburt, mein brechendes Auge geweint hat. Schaue vom Thron, wo du ruhst, du hast ja selber gelitten! Schau...

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