Kognitive Prozesse bei der Textproduktion

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GRIN Verlag, Oct 28, 2003 - Literary Criticism - 23 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2000 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 2, Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (Germanistisches Institut), Veranstaltung: Proseminar II: Schrift und Schreiben - Vom Alphabet zum Computer, Sprache: Deutsch, Abstract: [...] Mitte der 70er Jahre wurde in den USA bei einem Drittel der Bevölkerung eine mangelhafte Schreibkompetenz festgestellt. Um dem drohenden Analphabetismus entgegenwirken zu können, sollte die Forschung Untersuchungen zur Verbesserung der Schreibdidaktik anstellen. Allerdings stellte man dabei fest, daß dieses Vorhaben nur mit einem besseren Wissen über den eigentlichen Schreibprozeß gelingen konnte. Also konzentrierten sich die Wissenschaftler fortan auf die einzelnen Prozesse, die beim Verfassen eines Textes eine Rolle spielen. Im Laufe der Zeit entstanden zahlreiche Modelle, die den Textproduktionsprozeß übersichtlich darstellen sollten. Dabei fanden die motorischen Prozesse weniger Beachtung als die kognitiven, da diese eine größere Bedeutung für den Schreibprozeß haben. Die einzelnen Modelle besitzen verschiedene Schwerpunkte, da die Textproduktionsforschung von unterschiedlichen Disziplinen untersucht wird. Besonders erfolgreich auf diesem Gebiet ist die Psychologie. Doch auch die Sozial- und Erziehungswissenschaften sowie die Linguistik tragen wichtige Erkenntnisse zur Textproduktionsforschung bei. Es ist also notwendig, dieses Gebiet interdisziplinär zu untersuchen. In dieser Arbeit werde ich zunächst auf die einzelnen Funktionen der Textproduktion eingehen (Kapitel 2). Gerade in der heutigen Zeit gewinnt das Schreiben immer mehr an Bedeutung und ist auch durch die neuen Medien, wie Computer und Internet, nicht mehr aus unserem Leben wegzudenken. Anschließend werde ich drei bedeutende Modelle vorstellen. Die amerikanischen Psychologen John Hayes und Linda Flower entwickelten 1980, also zu Beginn der Textproduktionsforschung, ein Modell für den Textproduktionsprozeß, das vielen nachfolgenden Wissenschaftlern als Vorlage oder Richtlinie diente (Kapitel 3). Im deutschen Sprachraum ist das Schema eines reflexiven Schreibprozesses von Sylvie Molitor-Lübbert eines der bekanntesten. Dieses Modell werde ich in Kapitel 4 vorstellen. Dabei spielt auch das epistemische Schreiben eine wichtige Rolle. Der Wissenschaftler Carl Bereiter stellte die Bedeutung des epistemischen Schreibens in seinem Modell von 1980 dar. Diese spezielle Funktion des Schreibens werde ich in Kapitel 5 genauer untersuchen. In der anschließenden Zusammenfassung werde ich die Entwicklung der Textproduktionsforschung diskutieren und einen Ausblick auf noch offene Fragen geben.
 

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