Kommunikationsstress - Eine explorative Fallstudie am Beispiel von E-Mail-Kommunikation

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GRIN Verlag, 2007 - 124 pages
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Examensarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Forschung und Studien, Note: 1,7, Westfalische Wilhelms-Universitat Munster (Institut fur Kommunikationswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Was ist Kommunikationsstress? Wie entsteht er und welche Folgen hat er? Im Zentrum der Arbeit von Markus Joepgen steht die Konzeptionalisierung und empirische Untersuchung von Kommunikationsstress. Der Autor erarbeitet zunachst eine allgemeine Definition von Kommunikationsstress. Dabei ubetragt er Annahmen des kognitiv-transaktionalen Stressmodells auf Kommunikationsprozesse. Am Beispiel der Erwartung "schnell zuruckschreiben" bei gleichzeitig "standiger Erreichbarkeit" rekonstruiert er anschliessend die Entstehung von Stress am Beispiel von E-Mail-Kommunikation. Dabei erklart er, unter welchen Umstanden es gerade im Rahmen der Aneignung neuer Medien zu Stresserfahrungen kommen kann und welche Rolle dabei veranderte Wahrnehmungsstrukturen und neue Kommunikationsregeln spielen. Anschliessend untersucht er in einer Fallstudie die E-Mail-Nutzung an einem amerikanischen College. Dabei wird deutlich, dass sich gestresste" E-Mail-Nutzer in ihrer medienbezogenen Gebrauchsweise von nicht gestressten" Nutzern unterscheiden. Derartige Unterschiede im Nutzungsverhalten werden in Bezug auf eine systemische Betrachtungsweise von Stress erklart, nach der medienbezogene Gebrauchsweisen auch als Stressbewaltigungsmechanismen betrachtet werden konnen. Die Ergebnisse zeigen, dass Kommunikationsstress dazu beitragen kann, Kommunikationsverhalten zu erklaren. Sie fuhren zu der Empfehlung, das Konstrukt als Kontextmerkmal bei der Erklarung von Kommunikationsprozessen zu berucksichtigen. Die Ergebnisse zeigen auch: User sind keine Opfer neuer Kommunikationstechnologien. Sehr wohl aber besteht die Notwendigkeit, die Regeln im Umgang mit neuen Medien vor dem Hintergrund neuer kommunikativer Freiheiten bedurfnisgerecht "auszuhandeln." Gelingt dies nicht, kann Kommunikatio"
 

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agree Anforderung schnell zurückschreiben Anzahl Bedeutung Befragten Beschreibung von E-Mail-Kommunikation beschriebenen Bewältigungspotentialen bezüglich einer hohen chronische Stressoren E-Mail-Nutzer Einschätzung Email messages Entdeckungszusammenhang Erwartung schnell zurückschreiben Erwartungshaltungen bezüglich Fehlend Gesamt Häufigkeit Folgeabschätzungen folgenden Frage Fragebogen Gebrauchsweise von E-Mail Gesamt Gültig System Gesamt Häufigkeit Prozent gestreßt Gültig System Fehlend Gültige Prozente Kumulierte handelt Häufigkeit Prozent Gültige Häufigkeit von Streßerfahrungen Hinblick Hintergrund Hinweise Höflich hohen Antwortgeschwindigkeit höher die kommunikative Hypothese Hypothesentest IndexKA Individuum Intensität von Streß Intensität von Streßerfahrungen Irrtumswahrscheinlichkeit Kapitel kognitiv kognitiv-transaktionalen Streßmodells Kommuni Kommunikationspartner Kommunikationsregeln Kommunikationswissenschaften kommunikative Anforderung schnell Kontext von E-Mail-Kommunikation Kontextmerkmal Korrelation Korrelationskoeffizienten Korrelationsmatrix Kurzmessages mail medienbezogene Mediums Merkmale Netiquette Nutzer Nutzungsmerkmale Operationalisierungen potentielle Stressoren Präskription primäre Bewertung Prozent Gültige Prozente Prozente Kumulierte Prozente Prozeß Rahmen Rahmenbedingungen Reaktionen Regeln Rollins College Schreibstil Schwarzer 1993 Statement Streß eher Streß im Kontext Streßbegriffs Streßbewältigung Streßerleben Streßforschung Streßprozeß Streßreaktionen System Fehlend Gesamt Untersuchungspersonen Untersuchungsteilnehmer vielmehr wahrgenommenen Erwartung Wahrnehmung der Erwartung

Popular passages

Page 39 - Chronic stressors are continuous stressors in an approximate sense, standing for problems and issues that are either so regular in the enactment of daily roles and activities, or so defined by the nature of daily role enactments or activities, that they behave as if they are continuous for the individual.
Page 8 - Prozesses, durch den zwischen den Fähigkeiten, Bedürfnissen, Erwartungen und Zielen des Individuums einerseits und den von der sozialen Umwelt an das Individuum gerichteten Anforderungen ebenso wie den ihm von der Umwelt gebotenen Möglichkeiten der Bedürfnisbefriedigung andererseits ein „Gleichgewicht
Page 81 - ... bedeutet" dieses Feld den darin befindlichen Molekülen, Atomen und Elektronen gar nichts. Dem Sozialwissenschaftler liegen aber Tatsachen, Ereignisse und Daten einer völlig verschiedenen Struktur vor. Sein Beobachtungsfeld, die Sozialwelt, ist nicht ihrem Wesen nach ungegliedert. Sie hat eine besondere Sinn- und Relevanzstruktur für die in ihr lebenden, denkenden und handelnden Menschen. In verschiedenen Konstruktionen der alltäglichen Wirklichkeit haben sie diese Welt im voraus gegliedert...
Page 106 - Neue Kommunikationstechnologien und interpersonale Kommunikation in Organisationen. Stand der Forschung und theoretische Perspektiven, in: Publizistik, 35, 1990, S.
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Page 21 - Es handelt sich gewissermaßen um einen (temporär) regelungsfreien Zustand: Man weiß nicht, wie man sich zu verhalten hat, weil man nicht weiß, was die (Medien-)Situation bedeutet
Page 11 - Verständlich werdung«, wie Karl Jaspers4 das ausdrückt, wandelt sich respektlos schnell, sehr grundlegend - und keiner kennt das Ergebnis dieses Prozesses. Es wäre von großer Bedeutung, wenn wir uns sozusagen auf eine Archäologie der neuen Medien einließen, sie mit Begriffsthermometern wie Langsamkeit/Geschwindigkeit, Erinnerungsvermögen/Gedächtnisschwund, subkulturbildend oder auseinandertreibend (dispersiv), objektiv/konstruktiv analysierten und...

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