Kommunikationsstress - Eine explorative Fallstudie am Beispiel von E-Mail-Kommunikation

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GRIN Verlag, Sep 30, 2004 - Language Arts & Disciplines - 117 pages
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Examensarbeit aus dem Jahr 1999 im Fachbereich Medien / Kommunikation - Forschung und Studien, Note: 1,7, Westfälische Wilhelms-Universität Münster (Institut für Kommunikationswissenschaften), Sprache: Deutsch, Abstract: Was ist Kommunikationsstress? Wie entsteht er und welche Folgen hat er? Im Zentrum der Arbeit von Markus Joepgen steht die Konzeptionalisierung und empirische Untersuchung von Kommunikationsstress. Der Autor erarbeitet zunächst eine allgemeine Definition von Kommunikationsstress. Dabei übeträgt er Annahmen des kognitiv-transaktionalen Stressmodells auf Kommunikationsprozesse. Am Beispiel der Erwartung "schnell zurückschreiben" bei gleichzeitig "ständiger Erreichbarkeit" rekonstruiert er anschließend die Entstehung von Stress am Beispiel von E-Mail-Kommunikation. Dabei erklärt er, unter welchen Umständen es gerade im Rahmen der Aneignung neuer Medien zu Stresserfahrungen kommen kann und welche Rolle dabei veränderte Wahrnehmungsstrukturen und neue Kommunikationsregeln spielen. Anschließend untersucht er in einer Fallstudie die E-Mail-Nutzung an einem amerikanischen College. Dabei wird deutlich, dass sich „gestreßte“ E-Mail-Nutzer in ihrer medienbezogenen Gebrauchsweise von „nicht gestressten“ Nutzern unterscheiden. Derartige Unterschiede im Nutzungsverhalten werden in Bezug auf eine systemische Betrachtungsweise von Stress erklärt, nach der medienbezogene Gebrauchsweisen auch als Stressbewältigungsmechanismen betrachtet werden können. Die Ergebnisse zeigen, dass Kommunikationsstress dazu beitragen kann, Kommunikationsverhalten zu erklären. Sie führen zu der Empfehlung, das Konstrukt als Kontextmerkmal bei der Erklärung von Kommunikationsprozessen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse zeigen auch: User sind keine Opfer neuer Kommunikationstechnologien. Sehr wohl aber besteht die Notwendigkeit, die Regeln im Umgang mit neuen Medien vor dem Hintergrund neuer kommunikativer Freiheiten bedürfnisgerecht "auszuhandeln". Gelingt dies nicht, kann Kommunikationsstress entstehen und als Indiz für eine mangelhafte Aneignung neuer Kommunikationstechnologien gewertet werden.
 

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Contents

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Common terms and phrases

agree Anforderung schnell zurückschreiben Bedeutung Befragten Beschreibung von E-Mail-Kommunikation Bewältigungspotentialen bezüglich einer hohen chronische Stressoren disagree E-Mail-Nutzer Einschätzung Email messages Entdeckungszusammenhang Erwartung schnell zurückschreiben Erwartungshaltungen bezüglich Fehlend Gesamt Häufigkeit Folgeabschätzungen folgenden Frage Gebrauchsweise von E-Mail Gesamt Gültig System Gesamt Häufigkeit Prozent gestreßt Gültig System Fehlend Gültige Prozente Kumulierte Häufigkeit Prozent Gültige Häufigkeit von Streßerfahrungen Hinblick Hintergrund Höflich hohen Antwortgeschwindigkeit höher die kommunikative Hypothese Hypothesentest IndexKA Individuum Intensität von Streß Intensität von Streßerfahrungen intensiver Irrtumswahrscheinlichkeit Kapitel kognitiv kognitiv-transaktionale Streßmodell Kommunikationspartner Kommunikationsregeln Kommunikationswissenschaften kommunikative Anforderung schnell Kontext von E-Mail-Kommunikation Kontextmerkmal Korrelation Korrelationskoeffizienten Korrelationsmatrix Kurzmessages mail medienbezogene Mediums Merkmale Netiquette Nutzer Nutzungsmerkmale Operationalisierung Pearson Signifikanz 2-seitig Präskription primäre Bewertung Prozent Gültige Prozente Prozente Kumulierte Prozente Prozeß quantitativen Rahmenbedingungen Reaktionen Regeln Rollins College Schreibstil Schwarzer 1993 sozialer Statement Streß eher Streß im Kontext Streßbegriffs Streßbewältigung Streßerleben Streßforschung Streßprozeß Streßreaktionen System Fehlend Gesamt Untersuchungspersonen Untersuchungsteilnehmer wahrgenommenen Erwartung Wahrnehmung der Erwartung Zusammenhang zwischen Streßerfahrungen

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