Konversationelle Implikaturen bei Grice

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GRIN Verlag, Mar 22, 2005 - Literary Criticism - 12 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Germanistik - Linguistik, Note: 1,5, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (Institut für Germanistik), Veranstaltung: Sprachliches Handeln im Kontext, 15 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Einleitung oder Gesagtes und Gemeintes Nicht immer geht aus der wörtlichen Bedeutung einer sprachlichen Äußerung hervor, was der Sprecher tatsächlich meint. Stattdessen ist im Gesagten oft nicht enthalten, was gemeint ist. Es wird also mehr ausgedrückt als in der wörtlichen Bedeutung enthalten ist. Wie aber ist es möglich, etwas anderes zu sagen als man meint, und woher nimmt der Sprecher die Sicherheit zu wissen, vom Hörer richtig interpretiert zu werden (vgl. Keller 1995)? Der Sprachphilosoph Herbert Paul Grice hat mit seiner Theorie der konversationellen Implikaturen versucht, allgemeine Prinzipien des Gebrauchs von Sprache zu formulieren, anhand derer erklärt werden kann, wie der Hörer einer Äußerung das vom Sprecher Gemeinte rekonstruieren und erkennen kann. Grice (nach Thimm 1995) unterscheidet das Gesagte – den logischen Inhalt – und das Implikatierte. Unter Kommunikation versteht Grice kooperatives, rationales Handeln – Interaktion –, bei der es darum geht, Verständigung zu erlangen (vgl. Grice 1975; Linke, Nussbaumer & Portmann 1996; Schneider 2001; Wunderlich 1972). Da die Verständigung zwischen den Gesprächspartnern eine Grundvoraussetzung von Kommunikation ist, kann Kommunikation ohne ein wenigstens minimales gemeinsames Interesse also nicht zustande kommen (vgl. Linke, Nussbaumer & Portmann 1996).
 

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