Konzepte des Hochdeutschen: Der Sprachnormierungsdiskurs im 18. Jahrhundert

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Walter de Gruyter, Dec 19, 2008 - Foreign Language Study - 591 pages

Die sprach- und kulturgeschichtliche Studie untersucht das Konzept des Hochdeutschen im Sprachnormierungsdiskurs des 18. Jahrhunderts und damit ein zentrales Thema der deutschen Sprachgeschichte. Das Corpus umfasst grammatikographische, lexikographische, sprachhistorische, varietätenbezogene, rhetorische und sprachkritische Texte.
Methodisch verknüpft die Arbeit text- und diskurslinguistische sowie lexikologische Ansätze. Berücksichtigt werden sowohl wortbezogene als auch tiefenstrukturelle Größen wie Argumentationsmuster und diskurssemantische Grundfiguren. Die Semantik zentraler Schlüsselwörter wie Obersächsisch, Niederdeutsch, Oberdeutsch, Pöbel, Volk, verständlich und klar wird in Wortartikeln in konzentrierter Form dargestellt. In den Bereichen Sprachgeographie, Sprachsoziologie, Sprachideologie sowie Stilistik wird gezeigt, wie Strategien der Stigmatisierung bzw. Aufwertung einzelner Varietäten funktionieren, wobei sowohl dominante als auch eher marginale Akteure in den verschiedenen Sprachregionen berücksichtigt werden. Im Gegensatz zu bisherigen Einzeluntersuchungen wird insbesondere die Verbindung zwischen dem Hochdeutschen und nationalen Identitätskonstruktionen deutlich.

 

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Contents

1 Zum Gegenstand und zur Konzeption der Untersuchung
1
2 Theorie und Methode
24
3 Der sprachgeographische Diskursbereich
57
4 Der sprachsoziologische Diskursbereich
311
5 Der sprachideologische Diskursbereich
389
6 Der stilistische Diskursbereich
463
7 Zusammenfassung und Ausblick
530
Backmatter
541
Copyright

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Common terms and phrases

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About the author (2008)

Katja Faulstich, Kassel.

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