Konzepte von Männlichkeit im ausgehenden 19. Jahrhundert: Am Beispiel von Theodor Fontane und Thomas Mann

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GRIN Verlag, Mar 27, 2009 - Literary Criticism - 134 pages
Magisterarbeit aus dem Jahr 2004 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2,0, Universität Lüneburg (Sprache und Kommunikation), Sprache: Deutsch, Abstract: Wozu brauchen Männer eine Geschichte? Allein diese Frage zeigt, dass Geschlechterforschung nach wie vor auf Frauenthemen reduziert wird. Dabei haben Männer nicht nur ein Geschlecht, sondern ebenso eine Geschichte. „In unserer progressiven, analytischen Kultur bleibt die Männlichkeit das große Unausgesprochene. Der Disput [...] dreht sich um Körper und Geist von Frauen, Schwarzen, Asiaten, Schwulen und Lesben, um jede denkbare Art des Anders-Seins.“ Das hat zur Folge, dass Männer sich selbst meist nicht als Geschlechtswesen begreifen, sondern als quasi übergeschlechtliche Wesen. Es ist höchste Zeit, der Männerforschung einen festen Platz in den Gender Studies einzuräumen. Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursprünge diverser Männlichkeitsbilder, die sich im späten 19. Jahrhundert etabliert haben und bis in die Gegenwart hineinwirken. Vor dem Panorama des wilhelminischen Deutschland hat sich nicht nur ein militaristisch geprägtes Männlichkeitsideal herausgebildet, sondern zeitgleich auch das androgyne Gegenbild: der künstlerisch begabte Dandy. Anhand literarischer Beispiele von Thomas Mann und Theodor Fontane wird in dieser Arbeit rekonstruiert, wie sich „Männlichkeit“ konstituiert hat und welche sozialen Praktiken in der Entstehungsphase zur Anwendung kamen.

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