Kreative Gruppenprozesse in der Popularmusik: Eine Bestandsaufnahme

Front Cover
GRIN Verlag, Jul 14, 2011 - Music - 52 pages
0 Reviews
Bachelorarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Musikwissenschaft, Note: 1,3, Universität Leipzig (Institut für Musikwissenschaft), Veranstaltung: Bachelorarbeit, Sprache: Deutsch, Abstract: 0. Einleitung Viel zu selten wird die eigentlich so spannende Frage nach den sozialen und psychologischen Vorgängen bei der Entstehung von musikalischen Werken bei Komponisten, aber auch bei musikalischen Gruppen des Rock –und Popbereichs gestellt. So kann man sich fragen, wie die Beatles eine derartige Fülle an „Hits“ und klassische Komponisten, wie Beethoven oder Mozart solch zauberhafte Melodien schreiben konnten. Was gilt es bei der Ergründung dieser Thematik zu beachten und wo setzt man am besten an um solch kreative Gruppenprozesse erklärbar und verstehbar zu machen? Das Ziel dieser Arbeit soll es deshalb sein die Stimmung aus einem Proberaum, in dem gerade an einem neuen Song geschrieben wird, in Worten wiederzugeben und nach Gründen für das gute Funktionieren dieses kollektiven „Komponierens“ zu suchen. Dabei gilt es eine Reihe von Einflussfaktoren zu berücksichtigen und Definitionen altbekannter Begriffe, wie Komposition, Improvisation, Rock, Pop, Jazz und Klassik zu hinterfragen und eventuell mit neuem Inhalt anzufüllen. Den theoretischen Rahmen der Untersuchung über die kreative Arbeit in musikalischen Gruppen bilden das Erlernen des Instruments, die damit verbundene Entwicklung, die Identitätsbildung, das Selbstkonzept, die Geschlechterspezifität und die musikalische Sozialisation. Die Ausarbeitung wird sich dabei größtenteils auf die Literaturlage im deutschsprachigen Raum konzentrieren, welche aber auch englischsprachige Literatur zusammenfasst und die wichtigsten Aspekte für die Erforschung kreativer Gruppenprozesse innerhalb der Popularmusik festhält. Gerade hier erscheinen immer wieder Mythen um den Geniekult von Autodidakten, wie Jimi Hendrix oder dem bereits erwähnten Paul McCartney. Diese Arbeit soll deshalb derartige Kultphänomene erklärbar machen und durch teilweise ganz banale Fakten zur Entmystifizierung des Geniekults im Metier der populären Musik beitragen. Punktuell tangiert wird dabei auch die Arbeitsweise im klassischen Bereich. Dort sind es zumeist einzelne Komponisten, die ein umfangreiches musikalisches Werk schaffen und eigentlich abgeschottet von Gruppenaktivitäten arbeiten. Es ist überdies danach zu fragen, ob es nicht eventuelle Präzedenzfälle für gemeinsames Schaffen schon bei klassischen Komponisten gab und ob die Einheit von Interpret und Komponist, wie es in der Popularmusik gängige Praxis ist, bereits hier nachweisbar ist. [...]
 

What people are saying - Write a review

We haven't found any reviews in the usual places.

Contents

Einleitung
Einführung in musikpsychologische und soziologische Grundlagen kreativer Gruppenprozesse
1
12 Musikalische Sozialisation
3
13 Musikalisches Lernen und Motivation
5
14 Präferenzbildung und Musikindustrie
8
15 Musikalische Identität und Motivation
11
16 Geschlechterspezifität
12
Kreative Praxis in musikalischen Gruppen
15
Koordination und Synchronität als kognitive Prozesse nach Peter Keller
32
Entmystifizierung des kreativen Genies in Klassik und Pop
34
24 Die Rolle der Improvisation am Beispiel des Jazz
37
Zusammenfassung Diskussion Ausblick
39
Quellen und Literaturverzeichnis
43

Other editions - View all

Common terms and phrases

Abel-Struth Ablauf Akkordfolge Amateurbands Anja Rosenbrock Arbeitsweise Arrangierens ästhetische Ausarbeitung autodidaktischen Lernens Band Bandmitglieder Bassist Beispiel Bewertung Bildungssoziologie bspw Bullerjahn Csikszentmihalyi daher E-Gitarre ebenfalls eher eigenen Einfall Einflussfaktoren einzelnen Entstehung eines Songs Erarbeitung erst Fähigkeiten Faktoren Filmmusik Gembris gemeinsame Geniekult Gießen Gitarrist GRIN Grounded Theory Hemming hinsichtlich Hochbegabung höchsten Altersgruppe Hrsg Ideenfindung Improvisation individuellen Instrument intuitiv Jazz jeweils Jimi Hendrix klassischen Bereich klassischen Komponisten klassischen Musik Komponieren komponiert Komposition Kontext Konzert Koordination kreative Arbeit kreativen Genies kreativen Prozess kreativer Gruppenprozesse Kreativität Melodie Mitglieder möglich Motivation musikalische Arbeit Musikalische Begabung musikalische Sozialisation musikalischen Gruppen Musikalischer Arbeitsprozeß musikalisches Werk Musikgruppen Musikindustrie Musikpädagogik Musikpsychologie Musiksoziologie Musikstücke Musikwissenschaft muss Notenkenntnisse Personen Phase Popbands Popgruppen Popmusik populären Musik Popularmusik Potenzial Präferenz Präferenzbildung Probe Proberaum Rock Rockband Rockmusik Rolle Rösing Schlagzeuger Selbstkonzept soll somit Songwriting soziale spielen strukturiert Stück Studie Synchronität Technik technischen Thomas unterschiedliche vorgefertigten wichtige Witzel Ziel zuletzt aufgerufen zumeist zunächst Zusammenhang

Bibliographic information