Kreuz und Hakenkreuz - Zur rechtlichen Stellung der Religionsgemeinschaften im nationalsozialistischen Staat

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GRIN Verlag, 2008 - 80 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 1994 im Fachbereich Jura - Rechtsphilosophie, Rechtssoziologie, Rechtsgeschichte, Note: sehr gut, Universitat Hamburg, Veranstaltung: Seminar: NS-Staat und SED-Staat im Vergleich, 17 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Arbeit widmet sich dem Verhaltnis des nationalsozialistischen Staates zu den Kirchen und Religionsgemeinschaften. Im ersten Abschnitt werden das Selbstverstandnis der Kirchen und des nationalsozialistischen Staates gegenubergestellt. Im Abschnitt "Kooperation und Identifikation" geht es um die erste Phase bis etwa 1940, in welcher der NS-Staat versuchte, die beiden Kirchen, als "wichtige Faktoren der Erhaltung unseres Volkstums" (wie es in einer Regierungserklarung 1933 heisst) ideologisch "gleichzuschalten." Wahrend das Reichskonkordat mit der Katholischen Kirche eher Ausdruck einer distanzierten Partnerschaft ist, kommt es mit den "Deutschen Christen" in der protestantischen Kirche sogar zu einer weitgehenden Verschrankung von Staat und Kirche, bei der die ideologischen Grundsatze des Nationalsozialismus Eingang in die Verfassung der Kirche fanden. Dennoch konnten sich die "Deutschen Christen" innerhalb der evangelischen Kirche nicht vollstandig durchsetzen. So wechselten die Nationalsozialisten Ende 1940 zu einer Politik der "Konfrontation und Destruktion." Der dritte Abschnitt widmet sich dieser Phase und beschreibt die zahlreichen Vorstosse des NS-Staates gegen beide Kirchen, den Bruch des Konkordats, die Auflosung kirchlicher Organisationen, den Kampf gegen kirchliche Ausbildung und Presse. In diesem Abschnitt wird auch der erhebliche kirchliche Widerstand gegen die Kirchenpolitik der Nationalsozialisten gewurdigt. Der Krieg fuhrte schliesslich zu einem "Burgfrieden" und damit zu einem Aufschub der Frage. Das nationalsozialistische Konzept der Herrschaft des totalitaren Staates uber die Kirchen wurde auf Reichsebene nie verwirklicht. Mit dem "Modell Warthegau," das die Nationalsozialisten
 

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