Kriminalisierung psychischer Krankheiten im Film: James Mangolds Identität (2003)

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GRIN Verlag, Feb 18, 2010 - Literary Criticism - 15 pages
Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Germanistik - Sonstiges, Note: 1.0, Universität Duisburg-Essen, Veranstaltung: Blockseminar: Identität, Sprache: Deutsch, Abstract: Da James Mangolds Identität die cineastischen Elemente, wie psychische Traumata, rätselhafte spannungsgeladene Handlung und ein abruptes Ende einsetzt, gehört Identität zum Genre des Psychothrillers, der sich fließend zwischen den Subgenres des Mystery-, Krimi- oder Horror-Genres bewegt und den Zuschauer bis kurz vor dem Filmende im Ungewissen lässt. Diese Ungewissheit über die tatsächlichen Geschehnisse in Identität erzeugt die für das Thriller-Genre bzw. Psychothriller-Genre charakteristische Spannung und vermittelt, wie den Lesern der Schauerliteratur des 18. Jahrhunderts, ein Gefühl des Unheimlichen, das mit filmischen Mitteln den Nervenkitzel für den Zuschauer des 21. Jahrhunderts intensiviert. Die Intensität von James Mangolds Identität resultiert nicht zuletzt daraus, dass der Film zwei Handlungsstränge verfolgt, die parallel verlaufen. Diese parallel verlaufenden Handlungsstränge setzen sich aus der Rahmenhandlung des Films und dem „Kopfkino“ des psychisch kranken Protagonisten Malcolm Rivers, also der Binnenhandlung, zusammen. Rätselhaft wird die Handlung dadurch, dass Rahmen- und Binnenhandlung immer wieder durch Rückblenden entweder auf die Rahmen- oder die Binnenhandlung unterbrochen werden.
 

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Anfang des 21 Anti-Psychiatrie Diskurs Antrag auf Unzurechnungsfähigkeit Aspekt der Täuschung assoziative Teilidentitäten Bewusstseinszustand Binnenhandlung Chauffeur dahingehend dissoziative Identitätsstörung diagnostiziert dualistische Perspektive Ehepaar eigentliche Kernidentität Ende des Films Entlastungsstrategien Existenzphilosophie Film Identität filmisch Folglich forensische Psychiater freie Wille Fremdhandlungen Geist Genre des Psychothrillers George Herbert Mead Handlungen Handlungsstränge Horror-Genre Identität eliminiert Identität und Subjektivität inhumanen Behandlungsmethoden Jahrhunderts James Mangolds Identität Jean-Paul Sartre kleinen Jungen Timothy Körper kranken Protagonisten Malcolm kriegen keine zweite Krimi Kriminalisierung psychischer Krankheiten Lacans Malcolms Kopfkino Malcolms kriminelle Teilidentität Malcolms Teilidentitäten Massenmörders Malcolm Rivers Matthias Glasner Miloş Formans mittels Suizid mordende Motel Motelbesitzer Motelmassaker Motiv der Rache Motiv der Täuschung Multiple Persönlichkeiten Orangenhain Patienten Polizisten Selbstmord begeht Prostituierte psychisch kranken Kriminellen psychisch kranken Protagonisten psychischen Störung psycho-pathologische Variante psychotherapeutisch Psychotherapie Rahmen Rahmenhandlung des Films Schauerliteratur des 18 Selbsttäuschung somit sowohl spiegelt Täuschung bzw thematisiert Thriller Todestrieb überlebende Teilidentität Variante der Identität verbal kommunizierte Verfilmung Vergewaltigungstrieb verurteilt Worten Huren kriegen

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