Kulturgezeiten

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Georg Olms, 2004 - History - 630 pages
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Deutschland und Danemark verband im 19. Jahrhundert ein reger kultureller Austausch. Mit Niels W. Gade (1817-1890) und C.F.E. Horneman (1840-1906) waren zwei Danen am Kulturtransit zwischen Kopenhagen und Leipzig beteiligt. Gade als Musikdirektor des Gewandhauses und Lehrer am Konservatorium sowie Horneman als Schuler dieser Institution lernten im hochentwickelten Leipziger Musikleben erfolgreiche Modelle einer modernen Musikkultur kennen. Als Komponisten, Dirigenten und Musikpadagogen standen sich beide spater bei der Wiederbelebung der musikalischen Zustande in der danischen Hauptstadt kontrar gegenuber. Der allmachtige, aber konservative Gade hielt als Reformator an Leipziger Vorbildern fest und wirkte damit regenerierend fur sein Land, wahrend der rebellische und innovative Horneman sich haufig den deutschen Einflussen wie auch der Macht Gades widersetzte - meist mit wenig Erfolg. Einzig in der Art ihres Werkschaffens gingen beide Danen in der Auseinandersetzung mit der Leipziger Schule ahnliche Wege. Fur Gade wie fur Horneman war die Integration dieser Asthetik trotz der neuartigen nordisch-poetischen Anlage ihrer Kompositionen unumganglich. Erstmalig wird in dieser Untersuchung die Nachhaltigkeit der Leipziger Jahre Gades und Hornemans im Hinblick auf ihr personliches Schaffen sowie die Auswirkungen auf das Kopenhagener Musikleben herausgearbeitet. Deutlich wird, da die personliche Bedeutung und die Durchsetzungskraft beider Danen untrennbar mit der (Nicht) Verwertung ihrer Auslandserfahrungen verbunden waren.

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Contents

Vorwort
11
Leipzig und Kopenhagen im 19 Jahr
37
scher Identität
61
Copyright

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