Kundenwünsche bei Einstellungen in Kontroverse zu den Grenzen des AGG: Darf die Beschäftigung einer Kopftuch tragenden Muslima unter Berufung auf erwartete Probleme mit den Kunden verweigert werden?

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GRIN Verlag, Mar 16, 2009 - Law - 15 pages
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Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Jura - Zivilrecht / Arbeitsrecht, Note: 1,7, Universität Hamburg, Veranstaltung: Rechtliche Rahmenbedingungen von Managing Diversity (AGG), 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: In dieser Arbeit widme ich mich der Frage, ob es ein Arbeitgeber hinnehmen muss, dass eine Arbeitnehmerin mit einem "islamischen Kopftuch" bekleidet ihre Arbeit verrichten oder ob er verlangen kann, dass bei der Arbeit kein Kopftuch getragen wird. Das bislang in § 611a BGB geregelte Verbot der geschlechtsbezogenen Benachteiligung ist mit in Krafttreten des AGG im August 2006 auf jede benachteiligende Form und alle Merkmale des § 1 AGG erweitert worden. Ziel des Gesetzes ist es, Benachteiligungen aus Gründen der Rasse oder wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität zu verhindern oder zu beseitigen. Das Verbot des Kopftuchtragens oder gar eine Nichteinstellung aufgrund eines Kopftuches stellt eine unmittelbare Diskriminierung wegen der Religion oder Weltanschauung dar. Die Verweigerung der Beschäftigung wegen einer Bekleidung, die im Einklang mit einer Minderheitenreligion steht ist ebenso eine mittelbare Diskriminierung wegen der Rasse und ethnischen Herkunft. Gleichermaßen könnte darin eine mittelbare Diskriminierung wegen des Geschlechts zu sehen sein, denn nur Frauen gebietet der Islam Kopftücher zu tragen. Gleichwohl lässt das Gesetz jedoch auch Ausnahmen vom strikten Diskriminierungsverbot zu. Da sich bei dem zu erörternden Hintergrund auf das Kopftuch bezogen wird und eine Frau ohne Tragen des Tuches wahrscheinlich eingestellt werden würde, wird der Fokus bezüglich der möglichen Rechtfertigungsgründe im Folgenden auf die Merkmale Religion und Ethnie gelegt.
 

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Abkürzungsverzeichnis AGG Rn AGG Zulässige unterschiedliche Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz Anforde angemessene Anforderungen Arbeit Arbeitgeber Arbeitnehmer aufgrund Ausnahmetatbestand auszuübenden Tätigkeit Behandlung wegen beruflicher beitnehmer bekleidet Bekleidung Benachteiligung berufliche Tätigkeit Beschäftigung bestimmten Gruppe bestimmtes Merkmal Bewerber bezüglich BVerfG Demgemäß Diesbezüglich Diskriminierung Einbuße einzustellen entscheidende berufliche Anforderung ErfK/Schlachter ethnischen Herkunft EuGH Europäisches Arbeitsrecht Fazit Frau geeignet und angemessen gerechtfertigt Geschlechts Gesetzes greift Gründen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit Gruppenzugehörigkeit gung hingegen hinnehmen Islam Klägerin Kleidung konkret Kopftuch Kopftuchtragens KSchG Kunden ein bestimmtes Kundenerwartungen Kundenwünschen LuchK/Anhang LuchK/Schleusner lung Merkmalsträger mittelbare möglich muss Nachteile Nollert-Borasio/Perreng NomK/Brors Positive Maßnahmen Rahmen Rasse und ethnischen Rechtfertigung Rechtfertigungsgründe rechtmäßigen Zweck Religion oder Weltanschauung Richtlinie Roesner Rolfs rung schiedlichen Behandlung sentliche und entscheidende somit Stellenbesetzung stellt Störungen Studienkommentar Arbeitsrecht tätigkeitsbezogen tatsächlich Thüsing tigkeit Tuches Unternehmerfreiheit unternehmerische unverzichtbare unzumutbare Verbot Verkauf Vertrauensverhältnis Vorurteile Wesentliche und entscheidende Zulässige unterschiedliche Behandlung Zweck und angemessene

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