Kunst, Künstler und Krieg bei Heinrich Böll - Dargestellt an den Beispielen "Ende einer Dienstfahrt", "Ansichten eines Clowns" und "Gruppenbild mit Dame"

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GRIN Verlag, Jun 30, 2005 - Literary Criticism - 110 pages
Magisterarbeit aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, Note: 2, Christian-Albrechts-Universität Kiel (Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien), 24 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Eine Untersuchung von Kunst, Künstler und Krieg in Ende einer Dienstfahrt, Ansichten eines Clowns und Gruppenbild mit Dame von Heinrich Böll, wie sie in dieser Arbeit erfolgt, beinhaltet die Analyse der textimmanenten Funktion und Definition der drei Themenbereiche unter expliziter Berücksichtigung der zwischenthematischen Verflechtungen. Hierbei ist zu beachten, dass gerade aufgrund der aufeinander in Bezug zu setzenden Begründungszusammenhänge von Kunst, Künstler und Krieg zunächst der Versuch einer strikten Abgrenzung eines jeden Themenbereichs notwendig sein muss, um eine adäquate Darstellung der in den Texten vorgegebenen Deutungsweisen der unterschiedlichen Ebenen einer funktionellen Betrachtung gewährleisten zu können. Somit bietet die zunächst erfolgende Analyse der Funktionalität der Kunst in den drei Werken Bölls Anhaltspunkte dafür, die rahmenbildende und zum Teil -konstituierende Funktion von künstlerischen Werken und deren Urhebern in Gestalt realer, in dieser Arbeit als nicht fiktiv gekennzeichneter, Künstler, deren Namen jeweils emblematisch für das jeweilige Gesamt-, bzw. Teilwerk stehen, zu beleuchten. In einem zweiten Schritt wird nun anhand der für die Texte und damit für diese Untersuchung relevanten Darstellung des Krieges in Form des zweiten Weltkrieges einerseits die Wechselwirkung mit dem damit einhergehenden Nationalsozialismus, der als ideologisch-totalitäres System den Einfluß eines unfreiheitlichen Extremraumes in Gestalt des Krieges durch seine Wirkung auf die privaten Innenräume verstärkt und innerhalb dieser die ideologischen Polarisierungen expliziert, andererseits die Zerstörung der gesellschaftlichen Strukturen durch den Krieg, verbunden mit einem Ausblick auf vermeintliche moralische Aufgaben und ästhetische Chancen durch die Möglichkeit zu einer neuen Definition nach dem Krieg, analysiert. Da der Künstler, bzw. die als künstlerisch dargestellten Figuren, notwendigerweise aus einem als allgemeingültig erachteten Regelsystem entstammen muss, kann daraufhin auf diejenigen strukturellen Handlungsmotivationen eingegangen werden, die erklären können, warum und auf welche Weise die Künstler in eben dieser Eigenschaft agieren und fungieren. Hierbei lassen sich die meisten Begründungszusammenhänge in Bezug auf die anderen beiden Themenbereiche vermuten, womit erklärt ist, dass gerade die Strukturierung der Funktionalität in diesem Bereich im Vordergrund stehen muss.
 

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Abgrenzung aktive Öffnung Anna Karenina Ansichten eines Clowns ästhetischen aufgrund Außenraum Autoren Begründungsendpunkte beobachten Bereich Bertolt Brecht Betrachtung Bezug Boris Brecht Bundesrepublik Deutschland Bundeswehr Clowns und Gruppenbild dargestellten Figuren Darstellung definiert Definition deutlich deutschen Differenzierung Diskrepanz Ebene eigenen Innenraumes eigenen semantischen emblematischen emotionalen Ende einer Dienstfahrt Entgrenzung Erscheinungsform Erzählinstanz explizit Extremraum figurenspezifischen fiktiver Kunst Form Freiheit fungiert Funktion Gedichte Genneholm geprägten Gerichtsvollziehers geschlossenen gesetzt Gruppenbild mit Dame Handlungsmotivationen Happening Heinrich Böll Hierbei Hölderlin Hummel ideologischen impliziert individuellen Indiz insbesondere Instanz Institution jeweils Kafka Kapitel Kategorisierung Kleist Klementina Krieg Künstlerfigur künstlerischen Handlungen Künstlernamen kunstspezifischen Kunstwerk Leni Gruyten Lenis manifestiert mantischen Melancholie metaphysischen moralisch-ästhetischen Musik Nationalsozialismus nationalsozialistischen Regimes privaten Innenraumes rahmenbildende Regelsystem Rezeption schen Schnier Schnittstelle Scholsdorff semantische Nähe semantischen Innenraum semantischen Raum Semantisierung sentimental-metaphysischen sentimentalen Sinnlichkeit somit Stelle Subgesellschaft Symbol symbolisiert Tatsache Teilbereich der Gesellschaft Text textimmanenten Tolstoi Trakl transzendentale übergeordneten Regelsystems Verf Vertreter Verweis Wehrmacht Werke zudem zunächst

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