L'Arrabbiata

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GRIN Verlag, 2008 - 27 pages
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Klassiker aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Germanistik - Neuere Deutsche Literatur, - Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Erstmals erschienen 1898. Auszug: Die Sonne war noch nicht aufgegangen. Uber dem Vesuv lagerte eine breite graue Nebelschicht, die sich nach Neapel hinuberdehnte und die kleinen Stadte an jenem Kustenstrich verdunkelte. Das Meer lag still. An der Marine aber, die unter dem hohen Sorrentiner Felsenufer in einer engen Bucht angelegt ist, ruhrten sich schon Fischer mit ihren Weibern, die Kahne mit Netzen, die zum Fischen uber Nacht draussen gelegen hatten, an grossen Tauen ans Land zu ziehen. Andere rusteten ihre Barken, richteten die Segel zu und schleppten Ruder und Segelstangen aus den grossen vergitterten Gewolben vor, die tief in den Felsen hineingebaut uber Nacht das Schiffgerat bewahren. Man sah Keinen mussig gehn; denn auch die Alten, die keine Fahrt mehr machen, reihten sich in die grosse Kette Derer ein, die an den Netzen zogen, und hie und da stand ein Mutterchen mit der Spindel auf einem der flachen Dacher, oder machte sich mit den Enkeln zu schaffen, wahrend die Tochter dem Manne half. Siehst du, Rachela, da ist unser Padre Curato, sagte eine Alte zu einem kleinen Ding von zehn Jahren, das neben ihr sein Spindelchen schwang. Eben steigt er ins Schiff. Der Antonino soll ihn nach Capri hinuberfahren. Maria Santissima, was sieht der ehrwurdige Herr noch verschlafen aus! - Und damit winkte sie mit der Hand einem kleinen freundlichen Priester zu, der unten sich eben zurechtsetzte in der Barke, nachdem er seinen schwarzen Rock sorgfaltig aufgehoben und uber die Holzbank gebreitet hatte. Die Andern am Strand hielten mit der Arbeit ein, um ihren Pfarrer abfahren zu sehen, der nach rechts und links freundlich nickte und grusste. Warum muss er denn nach Capri, Grossmutter? fragte das Kind. Haben die Leute dort keinen Pfarrer, dass sie unsern borge
 

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