Lazarus: der Begründer der Völkerpsychologie

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Dürr'sche Buchhandlung, 1904 - Ethnopsychology - 111 pages
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Popular passages

Page 19 - J'en ai pesé chaque mot avec le plus grand soin ; c'est ma profession de foi en ce qui touche les choses humaines, et, quand la civilisation moderne aura sombré par suite de l'équivoque funeste de ces mots : nation, nationalité, race, je désire qu'on se souvienne de ces vingt pages-là. Je les crois tout à fait correctes.
Page 38 - ... heranziehen können. Durch unser erstes Heft müßten sich Leute wie Gervinus, die in sich fühlten, daß sie für Philosophie der Geschichte Großes geleistet haben, zurückgestoßen und beleidigt fühlen. Wir erklärten, daß alle Leistungen dieser Männer nichts seien, Vorarbeiten, Material... Und dann meinte Dilthey, solche geschichtsphilosophischen Entwicklungen seien die Hauptsache und die ganze Sache; die psychologischen Gesetze, die wir hinzufügten, seien sehr gleichgültig» ". 54 Der...
Page 55 - Fragen von neuem anregen, welche Bedeutung nun der Mensch und das menschliche Leben mit seinen beständigen Erscheinungen und dem veränderlichen Laufe seiner Geschichte in dem großen Ganzen der Natur hat, deren beständigem Einflüsse wir uns nach den Ergebnissen der neueren Wissenschaft mehr als je unterworfen fühlen.
Page 7 - Zeitschrift für Völkerpsychologie und Sprachwissenschaft" ist, einen Nachruf auf Lazarus, in welchem das Verhältnis dieses völkerpsychologischen Dioskurenpaares wie folgt gekennzeichnet wird: „Im übrigen stellte sich die Arbeitsteilung im Anfang wohl fast wie nach den Worten der Bibel zwischen Moses und Aaron: Steinthal legte die Worte in den Mund des Bruders, der für ihn zum Volke redete.
Page 7 - Die Ehre, Begründer der Völkerpsychologie zu sein, kommt nicht mir, sondern dem Herrn Professor Lazarus zu." Dieser Prioritätsstreit, welcher unerquicklich heftige Formen angenommen hat, der aber — nach der chronologischen Seite — unzweifelhaft zu...
Page 25 - Gedankengruppe des allgemeinen Geistes bildet und doch für sich besteht. Wir sind unserer Erscheinung nach nicht da, wo unsere ideale Heimat ist: solch ein Wesen ist zur Sittlichkeit geboren. Wir beginnen also die Ethik nicht mit dem einzelnen und suchen Verhältnisse in ihm, welche als löblich erkannt werden, um dann weiterzugehen zu Verhältnissen zwischen ihm und dem andern einzelnen, um endlich die erhabene Hnpothese einer beseelten Gesellschaft zu machen.
Page 12 - Entwurf zur Gründung einer Humanitätsgesellschaft ohne Grenzen des Staates, der Nation und der Religion" und führt das Motto: Alle Ströme gehen ins Meer, und das Meer wird nicht voll.
Page 25 - Ich« wird von uns nicht als Ich — Ich gedacht, sondern als eingeschlossen in einem »Wir«, einem Gesamtgeist, der wahrhafte geistige Wirklichkeit hat. Das ist eben der Sinn von »Ich soll«: der Widerspruch, daß das Ich materiell besondere Existenz hat und auch geistig eine individuelle Kraft bildet, nach seinem Wesen und Inhalt aber ganz und gar aus einem Gemeinsamen fließt und in ihm aufgeht; daß es nur eine Gedankengruppe des allgemeinen Geistes bildet und doch für sich besteht.
Page 25 - Trennung wiedersahen. Und so will ich schweigen von dem, was uns betroffen hat, und will reden von dem Gedanken, den Du geschaffen von der Völkerpsychologie, wie ich ihn verstehe. Sie wäre ja schon gut, die Völkerpsychologie, und wenn sie auch eben nur ein Teil der Psychologie wäre. Aber weil sie dies ist, ist sie mehr,' und sie würde mir doch nicht so ins Herz gewachsen sein, wenn sie nicht der Ethik den sichern Boden bereitete. „Ich...
Page 59 - Denn die erste formale Bedingung aller Sittlichkeit ist die Persönlichkeit; dies, daß der Mensch Einheit sei, nicht eine Sammlung verschiedenartiger Reizbarkeiten und Triebe, die untereinander keine Genieinschaft haben.

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