"Lebenslanges Lernen" - Bildung in der Risikogesellschaft

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GRIN Verlag, 2007 - 94 pages
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Magisterarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Padagogik - Schulpadagogik, Note: 1,3, FernUniversitat Hagen (Institut fur Bildungswissenschaft und Medienforschung), 75 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Anmerkungen: Zitat aus dem Erstgutachten von PD Dr. Brusemeister vom 13.07.2007: "Der anspruchsvolle Versuch des Verfassers, die in Kants Aufklarungsprojekt - Habermas"unvollendetes Projekt" (S.28) - angelegte Frage von Erziehung und Bildung uber Becks "Risikogesellschaft" in ein Konzept von "Lebenslangem Lernen" munden zu lassen, muss im Rahmen einer Magisterarbeit als weitgehend uberzeugend bezeichnet werden.," Abstract: Der Terminus Risikogesellschaft" betitelt eine Gegenwartsanalyse des Soziologen Ulrich Beck, worin er postuliert, dass die in der Folge der Moderne entstandene Industrialisierung am Ende des 20. Jahrhunderts als Auslaufmodell angesehen werden muss. Im Zuge von Digitalisierung und Globalisierung realisiere sich eine Forderung der europaischen Aufklarung: die Freisetzung des Individuums. Diese Individualisierung" bedeute einen Zuwachs an Freiheit bei gleichzeitiger Potenzierung der Risiken: In der Risikogesellschaft" hat das Individuum durch die Freiheit der Wahl die Pflicht zur Entscheidung. Dabei kann sich der Einzelne jedoch auf immer weniger auf Parameter wie z. B. Werte oder Normen verlassen. Er muss also immer ofter experimentieren, was zu Unsicherheit und Angst fuhrt. Eine Chance, an diesen Entwicklungen zu partizipieren, wird in der Bildung gesehen, immer ofter ist von der Informations- und Wissensgesellschaft die Rede, die uns standig mit angeblich Wissenswertem futtert will. Doch fuhrt dies automatisch zu Bildung? Wie lasst sich Bildung uberhaupt definieren? Die vorliegende Arbeit stellt mit dem Lebenslangen Lernen" eine Bildungskonzeption vor, die als mogliche Antwort auf die Herausforderungen des beginnenden 21. Jahrhunderts gesehen werden kann. Dazu wird zunachst Kants Transzendentalphilosophie als grundleg
 

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Contents

Einleitung
3
Lebenslang Lernen in der Risikogesellschaft
49
Fazit und Ausblick
79
Copyright

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Common terms and phrases

abgehängte Prekariat allgemeinen andererseits Angebote Ansätze apriorischen Äquilibration Aufklärung Beck Bedeutung Beginn des 21 Behaviorismus Bereich besonders bestimmte Bildungsangeboten Bildungsinstitutionen bildungspolitischen Bund-Länder-Kommission chancengerechter Zugang Denkens deutlich Dietsche/Meyer 2004 Einbeziehung informellen Lernens einerseits Einzelnen Entwicklung Entwicklungsschwerpunkte Erkenntnistheorie Erziehung Familie formalen Frankfurt Freiheit Freisetzung Friedrich-Ebert-Stiftung Fthenakis Garz Gegenmoderne Gegenstände gesehen Gesellschaft globalisierten Welt Globalisierung grundlegend Heitmeyer Herausforderungen hohen Hrsg Immanuel Kant Individualisierung individuellen Individuum Industriegesellschaft informel informellen Lernens Institutionen Jahre Jahrhundert Kant Kinder und Jugendliche Kloas Kohlberg Kompetenzen Kompetenzentwicklung Konstruktionsprozess Konzept Konzeption Kurt Beck lässt Leben lebensbegleitende Bildung Lebenslanges Lernen Lebensphase Lernberatung Lernbiografie Lernenden Lernprozesse Menschen Moderne Modul Modularisierung Möglichkeit moralischen muss Neue Lernkultur/Popularisierung oben dargestellten Pädagogik Persönlichkeit Perspektive Phase philosophischen Piaget Piaget und Kohlberg Prekariat Prozess reflexiven Modernisierung Risiken Risikogesellschaft rung schen Schule Selbststeuerung Sichtweise Sinne soll somit sowie sozialen soziologische Sputnik-Schock Strategie für Lebenslanges Strategiepapier Stufe Subjekt Theorie Tillmann Transzendentalphilosophie Vernetzung Vernunft Verstand Verunsicherung Weiterbildung Wissensgesellschaft

Popular passages

Page 6 - Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Page 8 - Bisher nahm man an, alle unsere Erkenntnis müsse sich nach den Gegenständen richten; aber alle Versuche über sie a priori etwas durch Begriffe auszumachen, wodurch unsere Erkenntnis erweitert würde, gingen unter dieser Voraussetzung zunichte. Man versuche es daher einmal, ob wir nicht in den Aufgaben der Metaphysik damit besser fortkommen, daß wir annehmen, die Gegenstände müssen sich nach unserem Erkenntnis richten...
Page 8 - Es ist hiemit eben so, als mit den ersten Gedanken des Kopernikus bewandt, der, nachdem es mit der Erklärung der Himmelsbewegungen nicht gut fort wollte, wenn er annahm, das ganze Sternheer drehe sich um den Zuschauer, versuchte, ob es nicht besser gelingen möchte, wenn er den Zuschauer sich drehen, und dagegen die Sterne in Ruhe ließ.
Page 9 - Denkungsart annehmen, daß wir nämlich von den Dingen nur das a priori erkennen, was wir selbst in sie legen*.
Page 8 - Erkenntnis richten, welches so schon besser mit der verlangten Möglichkeit einer Erkenntnis derselben a priori zusammenstimmt, die über Gegenstände, ehe sie uns gegeben werden, etwas festsetzen soll.
Page 10 - Alle unsere Erkenntnis hebt von den Sinnen an, geht von da zum Verstande und endigt bei der Vernunft, über welche nichts Höheres in uns angetroffen wird, den Stoff der Anschauung zu bearbeiten und unter die höchste Einheit des Denkens zu bringen.
Page 9 - Auskunft, weil Erfahrung selbst eine Erkenntnisart ist, die Verstand erfordert, dessen Regel ich in mir, noch ehe mir Gegenstände gegeben werden, mithin a priori voraussetzen muß, welche in Begriffen a priori ausgedrückt wird, nach denen sich also alle Gegenstände der Erfahrung notwendig richten und mit ihnen übereinstimmen müssen.
Page 10 - Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.
Page 8 - In der Metaphysik kann man nun , was die Anschauung der Gegenstände betrifft, es auf ähnliche Weise versuchen. Wenn die Anschauung sich nach der Beschaffenheit der Gegenstände richten müsste, so sehe ich nicht ein, wie man a priori von ihr etwas wissen könne; richtet sich aber der Gegenstand (als Object der Sinne) nach der Beschaffenheit unseres Anschauungsvermögens, so kann ich mir diese Möglichkeit ganz wohl vorstellen.
Page 12 - Probleme der Erziehung ist, wie man die Unterwerfung unter den gesetzlichen Zwang mit der Fähigkeit, sich seiner Freiheit zu bedienen, vereinigen könne.

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