Lehrbuch der Phonetik

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B. G. Teubner, 1913 - Phonetics - 258 pages
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Popular passages

Page 120 - ... trotz dessen erlernt das Kind die Lautbildung auch ohne die aufklärende Mithilfe der Instrumentalphonetik. Ohne diesen »telepathischen« Vorgang würde sich kaum eine Sprachverbindung zwischen den Individuen der Gesellschaft einstellen. Schon Jespersen traf auf diese Zweifel die richtige Antwort. »Der Hörende versetzt sich sympathisch auf den Standpunkt des Sprechenden : wie er überhaupt eigentlich das Gesprochene nur dadurch auffasst, dass er dieselben Artikulationen still mitmacht (schwach...
Page 180 - Tempogesetz lässt sich konstatieren, dass der Redende das Tempo beschleunigt, wenn er sich bewusst ist, dass er eine lange Lautreihe zu sprechen hat (die am liebsten „in einem Zuge
Page 119 - ... akzent (druck) ist energie, intensive muskeltätigkeit, die nicht an ein einzelnes organ gebunden ist, sondern der gesamten artikulation ihr gepräge gibt.
Page 181 - Regel kann aufgestellt werden, dass bei Beschleunigung des Tempos die langen Laute mehr leiden als die kurzen, indem ihre Dauer sich mehr derjenigen nähert, die die kurzen gewöhnlich haben; kurze Laute bleiben entweder (fast) unverändert kurz oder schwinden in gewissen Fällen ganz; ferner wird natürlich die Anzahl und die Ausdehnung der Pausen beschränkt.
Page 138 - Kulturländern ist dieser Laut, der sich besonders zu sehr lauter Rede eignet und einige Anstrengung erfordert, sich also nicht für die gedämpfte Zimmersprache des modernen zivilisierten Menschen eignet, im Begriff, von weniger lärmenden und leichter produzierbaren Lauten verdrängt zu werden, wobei bald das eine, bald das andere Element des ursprüngliches Lautes bewahrt wird.
Page 96 - Then," observes the customer, " you ought to be very careful what brushes you use." " Oh, sir," replies the barber, laughing, " I didn't mean the air of the ed, but the hair of the hatmosphere.
Page 203 - Schrift fe-ste, fes-te, oder ƒ«<-« abteilen soll. Das einzige was hier vorliegt, sind zwei Gipfel mit dazwischenliegender Senkung, aber es ist ebenso müssig darüber zu streiten, ob diese Senkung ganz zum ersten Gipfel oder ganz zum zweiten oder halb zu beiden gehört, wie es müssig ist, in einem Tal in der Natur nach einer bestimmten Scheide zwischen zwei Bergen zu suchen.
Page 110 - Grenze/kränze) ist im Deutschen viel geringer an Zahl als im Französischen und namentlich im Englischen; und diesem Umstand ist es nach meiner Auffassung von 'Lautgesetzen' (. . .) wesentlich zuzuschreiben, daß der Unterschied zwischen Tenuis und Media überhaupt in so vielen Gegenden Deutschlands verwischt ist. Obgleich die Witzblätter oft aus...
Page 229 - Beden einen Dämpfer aufsetzt. Die Höflichkeit verlangt, daß man keine groben Mittel gebraucht, um sich bemerkbar zu machen : der fein ausgebildete Geschmack gibt sich auch in einer Vorliebe für kleine, (330) feine ausdrucksvolle Nuancen zu erkennen, in welchen der Außenstehende nichts als grobe Einförmigkeit zu sehen vermag ; Englisch und Dänisch sind in dieser Beziehung vielleicht am weitesten vorgeschritten.
Page 219 - Prinzip ist jedoch das rhythmische: es ist anstrengend fur die Organe zwei oder mehr starke Silben gleich nacheinander auszusprechen, and man erleichtert ihnen daher in der Regel die Arbeit, indem man mit dem Druck dergestalt abwechselt, dass zwischen zwei starke Silben eine oder mehrere schwachen zu stehen...

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