Lehrbuch der Haut- und Geschlechtskrankheiten

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Erhard Riecke
G. Fischer, 1920 - Sexually transmitted diseases - 856 pages
 

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Popular passages

Page 676 - Gesundheitsamte Bd. 20, 1904, S. 527) folgende Methode an: „Die gut fixierten Deckgläser kommen für 16 bis 24 Stunden in eine stets frisch hergestellte Mischung von: 1. 12 Teilen Giemsas Eosinlösung (2,5 ccm einprozentige Eosinlösung auf 500 ccm Wasser). 2. 3 Teile Azur I (Lösung l : 1000 Wasser). 3. 3 Teile Azur II (Lösung 0,8 : 1000 Wasser). Nach kurzem Abspülen in Wasser werden die Deckgläser getrocknet und in Zedernöl eingeschlossen.
Page 497 - diffusen Kern". Die Sporen sind 5—6 ,« lang, 3 — 4 /( breit, ovoid, sehr zahlreich, besitzen eine braune Eigenfarbe und enthalten eine chromatinähnliche Substanz. Sie umgeben die einzelnen Fäden mantelförmig, oder sind zu kleinen traubenförmigen Gruppen angeordnet. Der eine Pol ist zu einem feinen Stiel ausgezogen, mit welchem die Sporen an dem Zentralfaden haften.
Page 497 - Woche aber wird sie dunkler. schließlich braunschwarz, sie verliert ihre Zeichnung. Überimpft man eine solche Kolonie, so wachsen die Keime in der zweiten Generation rascher und üppiger. Kulturen unter dem Deckglas hat E. HOFFMANN in der Weise hergestellt, daß er den Eiter auf dem 'Objektträger mit Maltosebouillon mischt, mit dem Deckgläschen einige Luftblasen einschließt und dieses dann mit Wachs umrandet In einigen Tagen sind die sprossenden Pilzfäden zu erkennen.
Page 497 - Konidien, welche schrumpfen und einen Teil der chromatischen Substanz verlieren (nach R. STEIN). Mit Reinkulturen dieser Pilze kann man bei allen möglichen Versuchstieren Krankheitserscheinungen erzeugen, welche denen des Menschen anatomisch gleichen. In den experimentell erzeugten Sporotrichosen...
Page 497 - Deckglasausstrichen erkennt man, daß die einzelnen Kolonien aus einem Gewirr von Myzelfäden und zahlreichen Sporen bestehen. Die Fäden sind lang, gerade oder leicht gekrümmt, bald verzweigt, bald miteinander anastomosierend. Sie sind ungefähr 2 /« breit, stellenweise spindelförmig aufgetrieben, besonders an den Teilungsstellen.
Page 203 - Haut ans, auf mechanische Reize, wie Druck, Stoß und besonders Reibung mit der Bildung von Blasen oder fetzigen Abhebungen der Epidermis zu reagieren.
Page 497 - Hodenerkranknng zur Folge. (Man hat von einer spontanen Sporotrichose des Hundes berichtet.) Wiederholt ist es gelungen, den Krankheitserreger auch aus dem Blut der infizierten Menschen und der Versuchstiere darzustellen. Neben dem Kulturverfahren kann für diagnostische Zwecke der Umstand in Verwertung gezogen werden, daß das Serum der an Sporotrichose leidenden Menschen und Versuchstiere die Sporen des Pilzes agglutiniert, auch der Umstand, daß das Serum mit dem Myzelextrakt der Sporotrichosen...
Page 504 - Sande, stets nur in der Umgebung menschlicher Wohnstätten. Wie Zecken hängen sich die befruchteten Weibchen an die Haut, bei barfuß gehenden Menschen gewöhnlich an die Zehen. Läßt man die Tiere ruhig ihre Eier nach außen entleeren, so verursachen sie nur wenig Jucken, aber keinen weiteren Schaden; sie werden nach einiger Zeit von selbst abgestoßen. Wird aber das Tier durch Kratzen oder sonstwie verletzt, so gelangen Eier in das Hautgewebe, bewirken hier Entzündung, Abszedierung nnd Gangrän,...
Page 511 - Farbstoff erkennen; auch hier verwandelt sich der rote Farbstoff des aufgesaugten Blutes durch das oxydierende Ferment der Speicheldrüsen in einen grünen.
Page 497 - Länge gegliedert. Ihr Protoplasma ist granuliert. Diese Granulationen färben sich intensiv mit Methylenblau und Hämatoxylin, sind grampositiv; DE BEURMANN hält sie für einen „diffusen Kern".

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