LEYNAU: Eine lange Anreise

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BoD – Books on Demand, 2008 - 458 pages
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Der 1940 in Essen geborene H.-H. Schmidt begleitete im Sommer 2001 seine Schwiegermutter auf einer Reise nach Linowo (Leinau) in Masuren. Es war ein Ausflug in die Vergangenheit, der unfreiwillig in einen Konflikt mit seinem politisch korrekten Geschichtsbild geriet. Der Autor erfuhr durch die Begegnung mit den aktuellen Gegebenheiten, wie die unmittelbare sinnliche Wahrnehmung der Zeitzeugnisse sein bisheriges Geschichtsbild veranderte. Ein intensiv erlebter Wandlungsprozess, bei dem Geschichtsauffassung auch zur Ansichtssache wurde. Der Konflikt wird dargetan in einer chronologischen Reisebeschreibung, ist bisweilen experimentell angelegt und manchmal ein Spielen mit Worten und Gedanken. In seinen Aufzeichnungen verdichtet der Autor personliche Erlebnisse mit politischen und historischen Zeitfragen. Geht beispielsweise der Frage nach, ob Humanismus (Tater-Opfer- Problematik) teilbar ist, und verbindet bewusst Naives mit Anekdotischem. Der Autor ist fur eine Gedenkkultur, welche die deutschen Opfer einschliesst, und erinnert daran, dass jeder Staat, der Vertreibungen anordnet oder ethnische Sauberungen billigt, gegen Menschenrechte verstosst."
 

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